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Die creme de la creme der LiPos

08.12.2007, 10:20

Hallo,
mich intressiert mal was sind die langlebigsten LiPos die es gibt.

1. Welche Erfahrungen habt ihr mit den einzellnen Herstellern gemacht?
2. Haben Akkus mit mehr Ampere oder mehr "C" eine längere Lebensdauer?
3. Merkt ihr von der Flugzeit gesehen einen grossen Unterschied zwischen 1800mAh bis 2300mAh?
4. Schont ein guter Regler mit Einzelzellenüberwachung wirklich den LiPo?
5. Wieviel C benötige ich für welchen Regler+Motor?

Bitte nicht schreiben wie man mit den LiPos umgehen soll, damit sie länger halten. Das setzte ich mal vorraus das dies jeder macht.

Ich besitze: Kokam 2,1A 30C, Align 2,1A 22C, Red Power 1,8A 16C,
HeliTec 2,3A 15C zur Lebensdauer kann ich noch nichts sagen. Aber von der Flugzeit ist kein merklicher Unterschied zu erkennen.
Manchmal nutze ich noch den SenderLiPo robbe 1A 15C bei dem ich schon eine Verkürzung der Flugdauer wahrnehme.

mfg oNe and aufgeladen

08.12.2007, 10:20

08.12.2007, 10:59

Hallo oNe,

nachfolgend mal ein kurzer Abriss meiner Erfahrungen mit Lipos verschiedener Hersteller:

zu 1.:
-Kokam, Saehan: klasse Lipos, aber teuer; kaum Kapa-Verlust, auch bei tiefer Entladung; Saehan-Lipos sind mittlerweile meine absoluten Favoriten

-Lipos von Stefans Lipo Shop: super Preis- Leistungsverhältnis, bei schonendem Umgang auch lange haltbar und mächtig Dampf

-Helitec-Akkus: Meiner Meinung nach relativ große Streuung, habe zwei 2300er 15C und einen 2100er 10c; der 2100er geht komischerweise wesentlich besser als die 2300er; ein 2300er hat sich nach ca. 20 Zyklen mit nem dicken Bauch verabschiedet, der andere bisher problemlos im Einsatz

-Lipos von freakware: Lipo sollte 2250 mAh haben, hatte aber schon beim ersten Ladevorgang nur 1850 mAh; die Kapa hat sich nach mittlerweile ca. 30 Ladezyklen bei 1250 mAh eingependelt. Auf Reklamation hin brach dort das große Schweigen aus...:roll:

- 3E-Model: billiger 20€ Lipo aus der Bucht mit 2200 mAh 10C, geht aber trotz nur 10C wie Sau, bisher kein Kapa-Verlust, einer meiner besten Akkus (wobei die Serienstreuung bei 3E-Model aber gigantisch ist, hab eben Glück gehabt :P )

Die Erfahrungen sind natürlich rein subjektiv und sollen keine Wertung und / oder Kritik an einzelnen Herstellern / Versendern darstellen.
Sind eben persönliche Erfahrungswerte.


zu 2.:
Je mehr C umso besser, da die Akkus logischerweise weniger stark an ihrer Leistungsgrenze betrieben werden, d.h. je mehr C bedeutet in der Regel umso haltbarer. Oft lohnt es sich, bei der Anschaffung ein paar €uros mehr für einen Akku auszugeben, der dafür aber auch doppelt so lange hält wie ein billiger.


zu 3.:
Der Kapa-Unterschied wird durch das höhere Gewicht teils wieder kompensiert, aber tendenziell fliege ich mit einem 2300er länger als mit einem 1800er. Bewegt sich aber i.d.R. so um 1 Minute hin- oder her.

zu 4.: Einzelzellenüberwachung halte ich für Mumpitz , da die Zellen eines intakten und ausbalancierten Akkus während eines Entladevorgangs garnicht so weit auseinanderdriften können, dass es zu einer Tiefentladung einer Zelle käme.

zu 5.:
Also für nen kleinen Rex sollten 20C aufwärts schon sein, damit kann man es aber wirklich krachen lassen :P
Wobei ich jetzt im Winter lieber meine 10C-Akkus verheize, die kommen bei den Außentemperaturen wenigstens auf Betriebstemperatur. Die 20C-Lipos bleiben kalt und haben daher im Winter relativ wenig Dampf.


Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter :wink:


Gruß

frett
Zuletzt geändert von frett am 08.12.2007, 19:32, insgesamt 1-mal geändert.

08.12.2007, 11:17

Hallo Zusammen

Interessantes und aufschlussreiches Thema! Eine kleine Frage habe ich für das ableben eines Lipos. Wie wird so ein Lipo eigentlich richtig entsorgt?

Darf man diese bedenkenlos in die Altbatteriensammlung geben oder ist dies zu riskant?

Grüsse aus der Schweiz

André

08.12.2007, 13:23

Hallo Frett,

Du schreibst:

zu 4.: Einzelzellenüberwachung halte ich für Mumpitz , da die Zellen eines intakten und ausbalancierten Akkus während eines Entladevorgangs garnicht so weit auseinanderdriften können, dass es zu einer Tiefentladung einer Zelle käme.

End Zitat.

gerade in dem Moment an dem der Lipopack gefordert wird, zeigen sich Schwächen der einzelnen Zellen, die Einzelzellenüberwachung ist meine Meinung nach kein Mumpitz.

Belaste mal einen Lipopack mit ca. 20A Last, und schliesse den Balancer, zum Beispiel den Lipobalancer Plus, (du kannst auch mehrere Multimeter nehmen und den Spannungsabfall messen) an, Du wirst dich wundern was der auf einmal anfängt zu blinken und versucht auszugleichen.
Nur unter Last, zeigt eine Zelle an wie zuverlässig sie noch ist. Da die anderen Zellen gleichzeitig unter Last stehen und ihr Maximum geben, sind sie nicht in der Lage die Zelle auszugleichen die in der Kapazität driftet.

Der 3 Zellenlipopack, könnte eine Kapazitätsärmere Zelle inne haben, die während der max Stromentnahme in die Knie geht, sprich unter 3V abfällt, die anderen beiden haben noch genügend Kapazität um die Spannung über der Ansprechschwelle des 1 Led Liposavers zu halten. Unweigerlich würde die in der Kapazität schwächere Zelle Schaden nehmen.


Grüsse Karsten

08.12.2007, 14:11

1.
würde auch kokam oder saehan nehmen.
Stefansliposhop soll auch gut sein
ch selber habe Kokam H5

2. kann man nicht sagen.
Die Last zählt
ein Lipo der 4000mah hat kann bei 15C genausoviel abgeben wie ein 2000er mit 30C
Also am besten viel kapazität und viel C.
3.
Klar 500mah ist schon ein Unterschied rechen es dir doch aus. wer mit 2000mah 4 min fliegen kann kann mit 2500mah bei gleichen gewicht 5min
wer 8 kann kann stattdessen 10.
Ist schon ein unterschied
4.ja stimmt schon, aber ein Jazz ist eigentlich die Richtige Wahl. Damit werden die Akkus sehr gut geschont. Er nimmt bei richtiger Einstellung die Leistung schon sehr früh weg
5. kann man so nicht sagen.
Das kommt drauf an welcher Motor, welcher Regler, welcher Heli, welches Gewicht, welche Blätter, wie leichtgängi alles ist.
Das kannst du nur explorativ herausfinden

Gruß Tim

08.12.2007, 19:31

datong hat geschrieben:gerade in dem Moment an dem der Lipopack gefordert wird, zeigen sich Schwächen der einzelnen Zellen, die Einzelzellenüberwachung ist meine Meinung nach kein Mumpitz.



Hallo Karsten,

also sobald eine Zelle soweit einbricht, dass die Einzelzellenüberwachung greift, ist der Akku (bzw. die Einzelzelle) in meinen Augen sowieso schon reif für die Tonne, denn da dauert es auch mit Einzelzellenüberwachung nicht mehr lange, bis der Akku den Geist aufgibt. Es verzögert lediglich das Ableben der Zelle, da diese vor weiterer Tiefentladung geschützt wird.
Und hochwertige Lipo-Packs werden aus selektierten, d.h. von der Spannungslage gleichwertigen Zellen zusammengestellt, daher dürfte so ein massiver Spannungsdrift gar nicht erst entstehen.
Aber im Zweifelsfall kann eine Einzelzellenüberwachung natürlich nicht schaden, nur würde ich dafür keine extra Kohle ausgeben, sondern lieber innen vernünftigen 40-6-18 oder ähnliches investieren, der dann rechtzeitig abschaltet bzw. runterregelt.
Oder man fliegt gleich nach Stoppuhr und macht dann, im Falle des Rex 450, nach etwa 7 bis 8 Minuten Schluss (bei nem 2300er Lipo).
Welche Regler haben denn überhaupt Einzelzellenüberwachung? Ich kenne nur die X-Fly-Regler, die sowas eingebaut haben und die scheiden für mich dank des tollen "Superdupersoftstart" sowieso aus (2 Sekunden brauchte mein X-Fly 25A damals von 0% auf 100%, ein 40-6-18 genehmigt sich dafür 12 Sekunden, und das hat den Namen Supersoftstart dann auch verdient).

Gruß

Andreas

08.12.2007, 19:59

frett hat geschrieben:
datong hat geschrieben:gerade in dem Moment an dem der Lipopack gefordert wird, zeigen sich Schwächen der einzelnen Zellen, die Einzelzellenüberwachung ist meine Meinung nach kein Mumpitz.



Hallo Karsten,

also sobald eine Zelle soweit einbricht, dass die Einzelzellenüberwachung greift, ist der Akku (bzw. die Einzelzelle) in meinen Augen sowieso schon reif für die Tonne, denn da dauert es auch mit Einzelzellenüberwachung nicht mehr lange, bis der Akku den Geist aufgibt. Es verzögert lediglich das Ableben der Zelle, da diese vor weiterer Tiefentladung geschützt wird.
Und hochwertige Lipo-Packs werden aus selektierten, d.h. von der Spannungslage gleichwertigen Zellen zusammengestellt, daher dürfte so ein massiver Spannungsdrift gar nicht erst entstehen.
Aber im Zweifelsfall kann eine Einzelzellenüberwachung natürlich nicht schaden, nur würde ich dafür keine extra Kohle ausgeben, sondern lieber innen vernünftigen 40-6-18 oder ähnliches investieren, der dann rechtzeitig abschaltet bzw. runterregelt.
Oder man fliegt gleich nach Stoppuhr und macht dann, im Falle des Rex 450, nach etwa 7 bis 8 Minuten Schluss (bei nem 2300er Lipo).
Welche Regler haben denn überhaupt Einzelzellenüberwachung? Ich kenne nur die X-Fly-Regler, die sowas eingebaut haben und die scheiden für mich dank des tollen "Superdupersoftstart" sowieso aus (2 Sekunden brauchte mein X-Fly 25A damals von 0% auf 100%, ein 40-6-18 genehmigt sich dafür 12 Sekunden, und das hat den Namen Supersoftstart dann auch verdient).

Gruß

Andreas


Lipos haben bauartbedingt eine Spannungsdrift.
So gut selektiert werden können sie nicht dass keine Drift auftritt.
Je älter der Lipo desto größer wird die Drift.
Deshalb sagt man auch immer noch 300mah drin lassen oder so
denn prinzipiell könnte man ihn ganz leer machen

Gruß Tim

Helitec

08.12.2007, 20:08

Hallo,
zu den Helitech LiPos kann ich folgendes sagen.
Ich nutze zur Zeit den 2,3A mit 15C der geht gut und ich bin zufrieden. Vielleicht erst 10 mal geladen. Bei meinem alten Dragonfly 60B hatte ich 2 Lipos mit 10C. Ein 1200mAh und ein 2100mAh von Helitec. Nach Regler und Motoraufrüstung ging komischer Weise der 2100mAh nicht mehr. Er brach ständig zusammen. Der andere Funkte ganz gut.

mfg oNe und bedankt sich für die guten Antworten

08.12.2007, 22:20

ich benutze einen selbstgelöteten mit thunder power zellen. bin sehr zufrieden bezüglich druck und leistungdichte (3200mah und hat platz im tomahawk). kann aber nichts genaueres sagen, da ich ihn gebraucht gekauft habe.

10.12.2007, 11:06

Hallo,
ich verwende hauptsächlich Kokam.

Die 1250er 15C im DF4 ist jetzt über 2 Jahre alt und jeht noch super.

Dann habe ich 2000er 15C für meinen Rex und die gleichen als 6S2P
in meinem Ornith.
Auch diese Zellen sind noch Druckvoll.

Ich habe einen 3200 SLS mit 20C. Dieser bricht jedoch stark ein.
Die Kokam sind deutlich Spannungsstabiler.

Billigzellen aus Ebay 1200er 10C. Absoluter Müll, die waren im DF4 nach 3 Monaten Schrott.

Gruß Ralf

10.12.2007, 13:55

hallo,

vielleicht sollte man auch sein eigenes fliegerisches koennen bei der wahl des akkuherstellers miteinbeziehen. kumpel von mir hat mit einem 2 wochen alten sehr teuren markenakku einen crash hingelegt und dabei auch den akku beschaedigt > ab in die tonne :(
da fliege ich doch erst mal entspannt akkus der mittelklasse (von billigakkus lasse ich lieber auch die finger) und kaufe mir dann spaeter, wenn ich das fliegen wirklich besser drauf habe, die teuren markenakkus.
ist mir wohler bei. :D

gruss

14.03.2008, 14:00

hab jetzt auch schon einige Lipos durch, unter anderem auch Kokam und co.

Der beste denn ich hatte (und jetzt auch gleich 5neue geordert habe :D ) sind die VTEC LRP 2200mAh mit 25C...
Die sind der absolute wahnsinn! Halten die Spannung bis ganz zum schluss und halten auch ewig. Mein alter hat jetzt ca. 110Ladungen und der is immernoch fast wie neu!!!

14.03.2008, 16:34

LRPs sind prima, aber empfindlich. Meiner hatte die lange Lagerung mit zuviel Ladung über den Winter übel genommen.
Der Graupner auch. Der einzige, den das alles nicht gejuckt hatte, war der popelige 2000er Jamara. Der juckelt meinen TomRex immer noch so durch, als wärs sein erster Tag.
Einer der beiden 2500er Saehan hatte mir die Winterruhe auch leicht verübelt, dagegen sein Kumpel mit identischer Größe hatte kaum was abbekommen.

Dabei habe ich meine Akkus letzte Saison echt nicht geschont und immer bis zur Kapazitätsgrenze leergeflogen- war denen alles egal, ist bis zum Sdchluss der Saison immer die Nennkapazität wieder reingegangen.

Und mir wird schlecht beim Gedanken an all die kleinere LiPos, die ich garantiert vollgeladen hatte, ehe ich sie irgendwann im letzten Jahr in eine Tüte gelegt hatte.

MeinFazit: Die ganze Saison fleißiger Bernutzung hatte meinen Akkus nicht so geschadet wie das Nichtstun im Winter bei nicht sachgemäßer Lagerung (Teilentladen).

Wer das nicht macht, kann seine Akku genausogut auch gleich in die Tonne treten, da nicht vorherzusehen ist, welcher Akku wie genau darauf reagiert - aber meistens eher sehr schlecht.

14.03.2008, 17:42

naja mein LRP Lipo lebt auch nach der Winterpause noch. Hab ihn gestern wieder ausgepackt und gleich vollgeladen.
Hab ihn mit ca. 50% kapazität eingelagert und konnte keine verschlechterung wahrnehmen.

Aber danke für den Tip, dann werd ich nächsten winter alle 2wochen mal den heli laufen lassen und denn akku danach wieder laden. :wink:

14.03.2008, 22:52

nein, eben nicht. du hattest es ja richtig gemacht: nur teilgeladen einlagern. dann musst du auch keine "pflegezyklen" fahren, LiPos brauchen sowas nicht. Sie mögen nur nicht voll oder leer eingelagert werden.
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