@KAL
Klar variieren die Einstellungen von Heli zu Heli. Bei mir wars anfangs aber zum Beispiel so, das ich mit hohem Heckrotoranstellwinkel (geschätzt > 30°) und Heckbeimischung auf 0 (!!) ein sehr stabiles Heck hatte und das ist Murks. Ich bin da nie in den hohen Drehzahlbereich gefahren, aber ich wette, dass der Heli mir dann wohl stark weggedreht wäre.. und deshalb bin ich als absoluter Anfänger lieber vorsichtig mit dem posten von Einstellungen, weil sonst vielleicht "ne Seuche" aus meinen Werten wird und alle anderen Anfänger bald massig Probleme damit bekommen.. Aber wie gesagt, so funktionierts relativ gut und für den Anfang reicht mir das auch.
@Gwisy
Zum Nachbauen ist ne Anleitung wahrscheinlich geschickt.. Aber vorweg: Anhand des Fotos Deines Helis und der Menge Deiner Beiträge schließe ich, dass Du wohl kaum noch "Anfänger" bist. (Ein Anfänger baut sich doch keine Cam an den Heli.. wenn er den Boden von der Seite sehen will, legt er sich halt auf den Bauch

..) Der Käfig ist zwar geschickt, da Kollisionsschäden stark minimiert werden, verändert aber auch die Flugeigenschaften. Für nen Anfänger toll, da nicht nach jedem Absturz sofort alles kaputt ist und auch beim Rutschen der Hauptrotor nicht sofort das hauseigene Zwergkaninchen verspreiselt (nur als Beispiel), aber halt nicht wirklich elegant. Im niedrigen Drehzahlbereich ist der Käfig (bei mir) in Resonanz, weswegen da alles zittert, aber den niedrigen Bereich kann man ja schnell überfahren. Und mit 30 € muss man auch rechnen, da (beim Modellbaushop meines Vertrauens) die Kohlefaserstäbe auch nicht ganz billig sind.
Also: Material insgesamt: 5x Kohlefaserstab d=3 mm, l= 1000 mm
3x Kohlefaserstab d=2 mm, l= 2000 mm
9x Holzkugel d=10 mm (gibts z. B. bei Obi
beim Bastelzeug für 2,59 € à 16 Stück (oder so))
(Bohrmaschine, 2,1..5 mm + 3,1..5 mm-Bohrer)
1. Zwei 3 mm-Kohlefaserstäbe auf Hauptrotordurchmesser + ca. 100 mm kürzen (Tipp: Die Matrix der Kohlefaserstäbe ist sehr temperaturempfindlich (ich habe die Stoßverbindungen mit Schrumpfschlauch verstärkt.. war keine gute Idee); man kann die Stäbe mit dem Seitenschneider abzwicken und die Matrix mit einem Feuerzeug erwärmen und wieder ein wenig zusammendrücken, weil beim Abzwicken oft einzelne Fasern absplittern)
2. Über einen 3mm-KFS (aus 1.) einen mit 1000mm Länge legen und mit der Steckscheibe des Trainingsgestells mit Draht verzwirbeln.
3. Die 8 Holzkugeln bohren (Jeweils ein 2,3 (oder so) mm Durchgangsloch und zwei 90° zueinander stehende 3mm-Löcher bis zur Durchgangsbohrung (diese Löcher sollten nicht mit Sekundenkleber fixiert werden, da man das Gestell ja vielleich auch zerstörungsfrei abnehmen will; hier empfiehlt sich eine reine Steckverbindung (d=3,1mm..)).
Die 9. Kugel bekommt zwei Durchgangsbohrungen à 3mm, welche ebenfalls 90° zueinander haben. Mit dieser wird das zweite, über dem Hauptrotor befindliche Kreuz im Schnittpunkt verbunden. Zur Fixierung würde ich Sekundenkleber empfehlen (hält gut, geht schnell und einfach und muss ja an vielen Stellen nicht mehr gelöst werden)
4. Nun die Holzkugeln auf die Enden der Kreuze stecken (wie ist klar..)
5. Durch die Durchgangsbohrung die 2mm-Kohlefaserstäbe so stecken, dass sie vier Kugeln jeweils von einem Kreuz verbinden, jedoch noch eine Sektion (ein Bereich zwischen zwei Kugeln) frei bleibt und mit Sekundenkleber fixieren.
6. Den übrigen 2mm-KFS als letzten Ringausschnitt zwischen die beiden Kugeln halten, kürzen und einstecken/Sekundenkleber aufbringen. Dasselbe für das andere Kreuz.
Jetzt hat man zwei birnenförmige Ringe, wovon einer am Trainigsgestell festgezwirbelt ist.
7. Den 5. 3mm-KFS vierteln, also vier Stücke à 250mm und als Verbindung von unterem zu oberem Ring einstecken.. fertig.
Das Gestell macht keinen besonders stabilen Eindruck, da die 2mm-KFS sehr flexibel sind, doch durch die Vorspannung (Biegung zur Birnenform), sind sie relativ stabil bei Kollision (also Druckbelastung von außen auf den Ring (von innen auch, aber uninteressant). Dar Hauptrotor hat ca. 50mm Abstand zu allen Seiten des Käfigs, was vermutlich ausreicht, man kann das ganze aber auch noch größer dimensionieren (--> schlecht fürs Massenträgheitsmoment (höhere Trägheit bei Drehung)). Ist aber natürlich kein Allheilmittel gegen Abstürze, eher ne Dämpfung, aber wie gesagt, für flugsichere Piloten und Pro's lohnt sichs nicht wirklich..
Die Aufhängung hatte ich nur schnell zusammengeschustert aus vorhandenem Aluprofil (zwei Hohlprofilstangen mit rundem Querschnitt, Bohrer, Gewindebohrer, Schraube, Schnüre, fertig).. würde hier aber auch was leichteres empfehlen, zumal KFS billiger sind.. Das Gesamtgewicht erhöht sich um ca. 400g (bei der Alu-Ausführung), der LiPo reicht noch 5 Min. (wenn man in Abhebedrehzahlbereich geht), taugt eigentlich auch nur zu Einstellungszwecken, da sehr geringe Reichweite (vielleicht noch Schwebeflug)). Wenns jemand für sich für sinnvoll hält, viel Spaß beim Nachbauen (max. 2 Std.), ansonsten absturzfrei Fliegen!
Gruß, Jo!