Ich weiß ja nicht was du für Servos hast, aber das letzte Loch ist immer das, das passt und nicht das letzte Loch, das der Hersteller gebohrt hatte. Notfalls bohrt man eben selber nochmal weiter innen ab.
Frage: hast du Hebel oder Scheiben? Auf nen Heli gehören Scheiben, wo immer möglich!
Und dann gibbs da noch was, was du tun kannst: Distanzhülsen unter die Kugelköpfe der TS legen, so dass diese etwas weiter raus kommen. Damit erreichst du auch, dass die Servos vollen Weg fahren können.
Bei mir hab ich grade nochmal gecheckt und festgestellt: Ich habe auch zuwenig Ausschlag an den Servos. Geschätzte 25-30° je Seite. Gaaar nicht gut. 40 Grad sollten es schon sein. Werde diesbezüglich also auch noch trimmen müssen. Sollte ich feststellen, dass die TS dann zu stark neigt, mache ich das, was ich oben schon sagte: Kugeln weiter raus.
Ich reiße noch kurz die Geschichte auf der Senderseite an. Zuvor nochmal die wichtige Unterteilung in Geber und Kanal. Das ist essentiell und wer den Unterschied nicht versteht, dessen Programme werden wohl immer dem Zufall überlassen bleiben.
- Geber: Das ist der Knüppel, ein Schalter oder ein Schieber. Ein Schalter kann zweierlei sein: Ein Geber oder ein Schalter. Als Geber ist er ein Proportionalkanal, als Schalter
kann er ein Geber sein, muss aber nicht. Manchmal ist ein Schalter eben nur ein Schalter.
Die Geber stehen stets auf der Eingangsseite, während die Kanäle immer auf der Ausgangsseite stehen - wer hätte das gedacht.
Dazwischen können wir nun schalten und walten und solange uns klar ist, was wir wollen und was was ist, wird dabei auch stets etwas sinnvolles rüberkommen.

Im Folgenden steht ein "K" für die Wirkung auf den Kanal und ein "G" für den Geber.
- Dualrate (G) -> ist eine schaltbare Ruderwegsverkürzung und damit temporäre Anpassung an verschiedene Begebenheiten: Schnellflug, Eingewöhnung, Erstflüge, etc.... Nachteil: Reduziert zunehmend die Auflösung. Vorteil: lässt sich durch Schalter zu und abschalten und damit blitzschnell an verschiedene Gelegenheiten anpassen.
- Expo (G)-> Reduziert den Servoweg NICHT (Wenn nicht DR aktiviert wurde!), ermöglichst aber feinfühligeres Steuern in der Wegmitte und entzerrt zunächst die Unlinearitäten der Mechanik (Kreisbewegung zu Linearbewegung) bis etwa 25%. Ab da etwa beginnen die Servos in den Endstellungen deutlich "schneller" zu werden. Das ist denn auch der Nachteil: Wer zuviel Expo gibt, riskiert in Screckmomenten extrem hohe Ruderwege. Weniger ist hier mehr. Bis 40% ist problemlos, darüber hat man dann - je nach Geschick - schnell mal Probleme. Vorteil: Lässt sich ebenfalls auf Schalter legen und damit den momentanen Bedürfnissen anpassen.
- Wegbegrenzung, "Extent" (K!)-> sehr WICHTIG, um Mechanik und Servos zu schützen. Das "K" sagt uns: Es ist eine Restriktion, die sich auch durch Wegeaufaddierungen wie Mischer oder Wegeinstellungen NICHT aufheben lässt - das ist ja auch so gewünscht. Diese Funktion gehört VOR allen anderen Anpassungen gemacht und NACHDEM man die Laufrichtung und Mittenposition der Servos eingestellt hat. Vorteil/Nachteil gibbs hier nicht, das ist ein MUST-HAVE.
Anbei: Wer hier seinen Extent richtig setzt, hat denn auch gleich schon seinen "Cyclic-Begrenzer". Dessen Zweck ist ja nichts anderes, dass man für reines Nick und Roll maximale Ausschläge fahren kann, OHNE dass einem im Fall BEIDER Richtungen gleichzeitig die Servos und Mechanik auflaufen. Das kann nun nicht mehr passieren.
Interessanterweise haben eben auch Profis CBs, was eindeutig den Schluss zulässt, dass sie sich der Bedeutung der Extentfunktion/Ruderwegsbegrenzung nicht bewusst sind. Anbei: Diese Funktion hat so ziemlich jede Computerfunke, die ein bisschen was auf sich hält.
Ein bisschen tiefer noch: Wieso haben dann gute Stabis nochmal einen Cyclicbegrenzer? Hat doch die Funke schon - wieso dann zweimal? Nun, im Grunde könnte man es auch dort schlicht "Extent" nennen, aber "Cyclicbegrenzer" klingt doch viel vornehmer, nicht wahr?

Und man braucht es eben, um auch den Regler daran zu hindern, die Servos über bestimmte Grenzen hinauszubewegen. Da die Regelung HINTER der Funke liegt, weiß der dortige Extent nichts von dem, was die Regelung macht. Exakt dasselbe trifft auch auf den Gyro zu.
- Wegeinstellung Traveladjust" (K!) -> Auch das wirkt auf den Kanalausgang und dient der Anpassung der SERVO-Charakteristik. Nicht jedes Servo macht 45% bei 45% Knüppelweg. So lassen sich verschiedene Servos auf verschiedene Einsatzzwecke anpassen. Aber das Ziel sollte dabei stets sein: bei ~45° je Seite sollte auch der mechanische Weg sein Maximum erreicht haben. Dass die Anpassung deutlich mehr erlaubt, ist auch erforderlich, um diversen Spezialanwendungen gerecht zu werden. Einfaches Beispiel: Einziehfahrwerk: Da braucht man alles, was man kriegen kann.
Anderes Beispiel Heck: Bei den allermeisten ist ein großer Teil des Knüppelweges....tot! Probiert es mal aus: Das Servo gelangt bereits an den Extent, weit ehe der Knüppel am Anschlag ist. Voraussetzung ist Normalmode. Im HH bedeutet dies: Die maximale Drehrate wird bereits nach kurzem Knüppelweg erreicht. Naja, wer's mag.... Wer hier etwas mehr Feingefühl möchte, sollte jetzt den Travel einstellen. Nicht Dualrate. Den nehmen wir, falls wir unterschiedlich zackige Heckausschläge abrufen wollen.
- TS Mischer (K!) -> dies ist ein vorprogrammierter Mischer, der zwei Geber auf drei Kanäle mischt und ebenfalls grundsätzlich ziemlich "weit hinten" sitzt, um es bildlich zu sagen. Dieser Mischer kann überlagert werden und er wird die hinter ihm liegenden Travel-Einstellungen proportional modulieren. Aber er kann nicht den Extent beeinflussen, das geht mit keiner Funktion. Hinter dem TS-Mischer sind kaum noch Einflussnahmen möglich, was die Priorität des Mischers unterstreicht. Davor jedoch kann man freilich munter mit weiteren Mischern herummanipulieren, wenn das gewünscht ist.
Selbstverständlich kann man sich nun fragen, worin nun genau der Unterschied liegt, ob ich Dualrate benutze oder am TS-Mischer manipuliere. Nun, man kann den TS-Mischer nicht schaltbar machen. Nichtmal über Flugzustände. DR hingegen kann ich zu und abschaltbar machen und dann auch noch für jeden Flugzustand je 2 verschiedene Werte. Und so ist das mit mehreren Dingen an eienr modernen Funke.
Auch wenn mancher die Unterschiede nicht erkennen mag und meint "wieso, das geht doch so viel einfacher...", ändert das nichts daran, dass man auf diese Weise nichtmal an der Oberfläche der Möglichkeiten kratzt und darüberhinaus auch noch "freiwillig" echte Einschränkungen und Risiken in Kauf nimmt.
Wusstet ihr z.B., dass der Schalter für "Autorotation" ein komplett eigener Flugzustand ist und dass in diesem ganz bestimmte Voreinstellungen gelten? Dass man damit manchmal sogar erst bestimmte Möglichkeiten freigeschalten bekommt? Und dass man auch sonst alles mögliche speziell auf das Ereignis "Autorotation" anpassen kann, ohne den "Rest" davon zu beeinflussen? Nur als Beispiel.
Fazit: Das da oben waren alles Basics, die schon kaum 20% aller Poloten beherrschen und diese Basics wiederum sind auch nur ein Bodensatz der vielen, vielen Möglichkeiten, die eine Funke hat. Eine ordentliche Funke meine ich. Darum auch immer mein Apell: Kauft was gescheites, die unteren Preisklassen nerven einen mehr als sie einem helfen. Da sind viele Funktionen entweder gar nicht da oder so versteckt und kompliziert zugänglich, dass man es gemeinhin einfach sein lässt und sich mit dem bisschen, das man hat arrangiert. Aber wenn man es mal anders erlebt hat, wird man NIE WIEDER mit weniger zufrieden sein.
So, nun lassen wir das mal ein paar Tage so stehen und wenn ich es nach ein paar Mal lesen für ok befunden hatte, transplantieren wir einen Pin in eine Kopie.