Modellunabhängige/-übergreifende Macken und Probleme
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TuT: Flugblätter auswuchten

30.11.2007, 19:48

N'abend
Da ich auf Privatem Wege anfragen bekommen habe wie ich meine Blätter auswuchte hier mal ein kleines TuT(Tutorial) öffentlich und für jeden zugänglich, ohne Spezielle werkzeuge:

Verwendet:
- 2 Bücher
- 1 Küchenmesser
- 1 sehr lange M2 Schraube mit 2 Muttern und scheiben
- 2 Gläser

a) Der Schwerpunkt
Man lege das Blatt im 45° Winkel auf die Messerklinge bis es nicht mehr herunterkippt, (ist etwas kniffelig aber mit ein wenig feingefühl machbar) und drücke es dann gaanz leicht und vorsichtig an um einen abdruck zu erhalten. Dasselbe nochmal und zwar mit 90° gedrehten Blatt. So erhält meine Kreuzmakierung im Schwerpunkt des Blattes. (Bilder)
Bild Bild
Nun gibt es 3 möglichkeiten.. aber erstmal gehen wir davon aus der Schwerpunkt ist gleich:
Bild
: Die beiden schwarzen linien müssen genau parallel zueinander sein, ist mir dummerweise auf dem Bild etwas verrutscht.
Ist der Schwerpunkt gleich, geht man vor wie unter punkt (b)
um festzustellen welches Schwerer ist und befestigt solange Tesa in der Rot makierten (unterseite Blatt) stelle bis sie in einer Waage stehen.
Ist der Schwerpunkt ungleich muss man ungefähr parallel zu der Entfernung der Schwerpunkte (siehe Bild) den Tesa am leichteren Blatt befestigen:
Bild
Um raus zu finden welches Schwerer oder leichter ist wieder wie unter punkt (b) vorgehen.
Ist blau schwerer dann den Tesa hier (rote makierung) anbringen:
Bild
Ist Rot schwerer dann den Tesa hier anbringen:
Bild


b) Die Waage: Die Schraube durch beide Blätter stecken und von beiden seiten mit den Muttern so fest gegeneinander drehen das sie nicht mehr zusammenklappen.
Dann die blätter fluchtend (wie im Bild) ausrichten und die Schrauben-enden so lagern das sich das schwerere Blatt problemlos nach unten bewegen kann.
Ich mache das so:
Bild Bild

Hinweis: Ob die lagerung sich leicht genug bewegt könnt ihr daran feststellen wie lange die Blätter pendeln, ich hab meine auf diese beschriebene Weise ausgewuchtet und die haben an der Spitze zu anfang ca 5mm gependelt (also nicht viel) und dennoch hat es ca. 8 Minuten gedauert bis sie komplett ruhig standen.
Wie man also sieht brauch man auch etwas geduld dazu.

Und achja: Die Laufruhe meines Hubis ist nun wie ein schlummerndes Baby ;)
Habe das auch mit den Heckrotoren gemacht und die Vibrationen waren da dann auch Geschichte :wink:
Hoffe es hilft dem ein oder anderen.
PS: evt. kann mal ein Mod ein "Wichtig" davor machen :)
mfg
Zuletzt geändert von b3nJi am 30.11.2007, 22:14, insgesamt 4-mal geändert.

30.11.2007, 19:48

30.11.2007, 19:54

Hi,

sehr schön... aber sollte man nicht den Schwerpunkt des leichteren Blattes ermitteln
und dort die Tesastreifen anbringen? Meine, das mal so gelesen zu haben und habe es auch
immer so gemacht. Ist allerdings auch schon wieder länger her... Das Zauberwort
heisst: Blattschmied :wink:

30.11.2007, 19:58

Ja das habe ich auch gelesen, aber die Seite gibt es nicht mehr .. leider :oops:
Wird geändert... ;)

30.11.2007, 20:15

Wie wird den der Schwerpunkt ermittelt?Ansonsten nette beschreibung B3nji

30.11.2007, 20:39

Habs geändert. bin mir eignetlich ziemlich sicher das dass stimmt, hatte den Text zig mal gelesen :twisted:

Re: TuT: Flugblätter auswuchten

02.12.2007, 12:58

b3nJi hat geschrieben:... Man lege das Blatt im 45° Winkel auf die Messerklinge bis es nicht mehr herunterkippt, ... und drücke es dann gaanz leicht und vorsichtig an um einen abdruck zu erhalten. ...


Du wirst doch wohl keine Kerben in deine Blätter schnitzen. :shock: Ich nehme mal an, das da Farbe oder was Ähnliches an der Klinge ist, oder?

02.12.2007, 21:28

bei schaumwaffeln oder Holzblätter geht es, bei anderen muss man evt. die Klinge etwas mit Makierstift einstreichen.

02.12.2007, 21:42

b3nJi hat geschrieben:bei schaumwaffeln oder Holzblätter geht es, bei anderen muss man evt. die Klinge etwas mit Makierstift einstreichen.


Und eben das geht nicht, da du ja das Blatt auf eben dieser eingestrichenen Schneide herumfrickeln musst, bis es ausgerichtet ist.
Du bekämst also eine vielzahl von Strichen und wüsstest mitnichten, welcher der richtige ist.

Mal davon ab, dass ich es auch mit dem Zauberwort (blattschmid :mrgreen:) halte, wird die Lösung für alle harten Blätter wohl so aussehen, dass es keine wirkliche Lösung gibt, ausser man verletzt die Aussenhaut des Blattes, was ich nun auch nicht wirklich in Erwägung ziehen würde.

Was evtl. ginge: man macht das zu zweit: Einer fixiert die Blätter gaaaanz vorsichtig in der ermittelten Position, während der Andere mit einem seeehr dünnen Stift auf BEIDEN SEITEN der "Waage"-Schneide Linien zieht.

Am Ende hat man dann 4 sich kreuzende Linien, deren gemeinsamer Schnittpunkt genau in der Mitte liegt. Wenn die Auflage vorher schön dünn war, dann bekommt man ein hinreichend genaues Ergebnis.

02.12.2007, 22:09

Blatt auswiegen und den Schwerpunkt mit dem Finger "markieren" -halt einfach dort
festhalten.... An die Stelle dann das Tesa kleben. Ist dann vielleicht 5mm verschoben aber
immer noch besser, als das Tesa irgendwo hinzukleben. Und erfahrungsgemäß präzise genug.

02.12.2007, 22:14

Andere Möglichkeit: Auf die mit dem Finger markierte Stelle Isolierband kleben, das sitzt dann
ja auch recht exakt im Schwerpunkt und wird das erneute ausbalancieren des Blattes kaum beeinflussen.
Nun kannste auf dem Iso-Band einkerben, dann isses vielleicht etwas genauer, aber ob´s
viel bringt...? Die erste Methode langt nach meiner Erfahrung, hatte noch nie Vibrations-
oder Spurlaufprobleme...
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