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BeitragVerfasst: 06.07.2010, 19:49 
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Momo03 hat geschrieben:
Gibt's eigentlich bebilderte Fortschritte?


Nö, aktuell nicht wirklich :oops: :lol: .

Zum einen ist momentan das Wetter einfach zu schön. Zum anderen hatte ich in letzter Zeit einiges um die Ohren.

Aber im Hinterkopf wird immer noch feste gegrübelt, wie und wo das Gasservo in der Zelle montiere. Sobald das gelöst ist, geht es dann (wahrscheinlich) relativ schnell. Sprich: so Sommer 2012 oder so :lol: :lol: .

Spaß beiseite: momentan ist fliegen angesagt. Von daher wird die Sache (wieder einmal) auf die schlechte Jahreszeit verschoben.

Gruß

Dirk

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Verfasst: 06.07.2010, 19:49 


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 Betreff des Beitrags: Re: Oldtimer Bell 212 Twin Jet
BeitragVerfasst: 14.10.2011, 22:12 
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Bomberpilot

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Jetzt habe ich den Trööt hier gefunden und grabe ihn auch gleich aus :wink:

Was ist inzwischen aus der schönen alten Bell geworden, ist sie flügge geworden?

Ich kenne diesen Heli aus alten Zeiten noch, durfte selbst mal eine einstellen und einfliegen - was damals durchaus ein Wochenprojekt sein konnte - und kann mich noch gut an ihre Flugeigenschaften erinnern.

Erstmal zur Einstellung, die empfohlenen Werte sollte man einhalten, besonders im Pitchbereich! Bei mehr negativem Pitch als - 1 Grad können die Blätter durchaus mal mit dem Heckausleger Kontakt bekommen, was einen kapitalen Schaden am Rumpf verursacht, die beiden Seitenplatten des Rotorkopfes verbiegen kann und natürlich einige Schrauben und die Rotorblätter kostet. Das Getriebe zerlegt es dabei meist auch, die Rotorwelle ist danach meist nur ganz leicht verzogen. Auch Bumslandungen mit etwas Nick zurück sind zu vermeiden, außer man hat die damals als Zubehör erhältliche längere Rotorwelle verbaut. Damit ist die Gefahr eines Blatteinschlags im Heckausleger minimiert, aber bei rauher Behandlung immer noch nicht ausgeschlossen. Die zyklischen Pitchwerte sollten auch nach Anleitung eingestellt werden, damit kann die Bell auch engere Kurven gut fliegen.

Zu den Rotorblättern: die Holzrotorblätter wiegt man mit Lack aus, das wurde damals so gemacht statt der Schraube, die durch die entstehende Fliehkraft zu einem gefährlichen Geschoß werden konnte. Meist wurden die Blätter mit dünnem Japanpapier überzogen und dann wie ein normaler Holzrumpf, grundiert, geschliffen, nachgrundiert, geschliffen, lackiert, feingeschliffen, ausgewogen, lackiert, ausgewogen, dann gezielt an einigen Stellen nachlackiert für den Blattschwerpunkt und gleiches Gewicht. Alleine der "Rotorblattmodellbau" konnte mehr Zeit beanspruchen als der Bau eines heutigen Helis aus einem Baukasten. Der Blattschwerpunkt sollte auf einen halben Millimeter genau ausgewogen werden, und das Gewicht der Blätter sollte maximal 1/10 Gramm oder weniger abweichen. Dann läuft dieser alte Rotor sehr sauber rund. Der Bügelfolie hat man damals nicht über den Weg getraut, man hat allgemein befürchtet, daß sie durch Temperatureinflüsse die Blätter verzieht, nicht stabil genug ist, sich im Flug ablöst...

Zum Motor: das ist ein alter Rizinusbrenner mit Kolbenring, ein Nitromethananteil von 5 - 12 % ist hier durchaus vorteilhaft, der Motor kann dann leicht fett betrieben werden, ohne daß er stottert. Der Ölanteil sollte 20 % betragen. Die heutige Chemiesuppe mögen diese Motoren weniger, die Verbrennungsflamme zischt zwischen Kolben und Kolbenring durch, da Synthetiköl dünner ist. Der Kolbenring glüht aus und der Motor verliert schnell an Kompression, läuft nicht mehr durch und springt nur unwillig oder gar nicht mehr an. Mit dem etwas dickflüssigerem Rizinusöl dichtet der Kolbenring optimal ab, der Motor kann damit mit viel Geduld sehr sauber eingestellt werden und läuft zuverlässig durch. Ich habe in meinen Flächenmodellen damals bevorzugt diese Bernhardt Motoren geflogen, da sie vom Leerlauf mit ca. 1700 - 2000 Umdrehungen (je nach Größe) bis Vollgas sehr sauber liefen.

Zum fliegen: die Bell ist bei Windstille fast schon stabil im Schwebeflug, die Konstruktion des Rotorkopfes sorgt für den schon erwähnten und damals zur Stabilisierung gurchaus erwünschten Blattkegel. Dadurch neigt die Bell dazu, sich immer ein klein wenig einpendeln zu wollen, vor allem bei Wind. Sie wird dabei aber nie bösartig, sondern reagiert angenehm weich auf kleine Korrekturen. Im Bodeneffekt schaukelt sie bei einem längeren Schwebeflug gerne ein wenig, was man aussteuern muß - oder man zieht sie einmal auf ungefähr Kopfhöhe, raus aus dem Bodeneffekt, und landet sie dann ohne langes anschweben. Im Rundflug neigt sie leicht zum aufbäumen, hier wurde damals oft die Trimmung für Nick leicht nach vorne geschoben - was den Übergang in den Schwebeflug schwierig machte. Mit ein klein wenig Nick nach vorne halten gleitet die Bell sehr gleichmäßig vorwärts. Dieses Verhalten wird durch die Kombination leicht kegeliger Rotor und tragende Rotorblätter verursacht und war damals erwünscht, damit der Schwebeflug ein wenig erleichtert wurde.

Für die damalige Zeit war diese Bell ein fortschrittlicher Heli. Ich würde gerne wieder eine im Flug erleben :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Oldtimer Bell 212 Twin Jet
BeitragVerfasst: 15.10.2011, 09:04 
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Hi Du,
erst einmal herzlichen Dank für die praktischen Infos. Die sind für mich ziemlich wertvoll.

Tja, aktuell liegt das ganze Projekt ziemlich tief im "Dornröschenschlaf".
Zum einen fehlt mir die Zeit und zum anderen laufen bei der Sache bei mir ein paar Überlegungen im Hintergrund.

Aber der Reihe nach:
- Blätter: hier habe ich mir von CR GFK-Blätter besorgt, da ich die Holzies nicht mag bzw. nicht traue.
- Ich habe das gute Stück ja gebraucht bekommen. D.h. das "Holzgerippe" war schon eingebaut - inclusive der damaligen Servos :oops: . Die Servos sind zwischenzeitlich draußen. Zwischenzeitlich gab es in der Rotor einen schönen Berich von Gerd Guzicki mit Umbau der Servohalterungen. Das gefällt mir relativ gut. Ebenso seine Idee auf Elektro umzubauen.
Ergo kommen jetzt einfach ein paar Sachen zusammen: Zeitmangel (beruflich) und die "Unsicherheit" richtig weiter zu machen. Ich will das gute Stück einfach nicht beim ersten Flug versenken. Dazu ist sie mir zu schade.

Aber das gute Stück fliegt noch - irgendwann.... :wink:

Gruß

Dirk

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 Betreff des Beitrags: Re: Oldtimer Bell 212 Twin Jet
BeitragVerfasst: 15.10.2011, 11:30 
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Bomberpilot

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Ein Elektroumbau wäre zwar nicht stilecht, genau wie die GFK-Blätter. Dafür aber betriebssicher und schonender für die Mechanik, die dann keinen Motorvibrationen mehr ausgesetzt wäre. Beim einfliegen kann ich dir meine Hilfe anbieten, sofern die Bell auf Mode 2 mit Handsender geflogen wird. Ich weiß noch recht gut, wie man diese alten Helis bewegt, und glaub mir, mit etwas Eingewöhnung macht das Flugverhalten eines solchen Oldies richtig viel Spaß :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Oldtimer Bell 212 Twin Jet
BeitragVerfasst: 15.10.2011, 18:13 
Tja, dann muss Dirk wohl doch noch ran und du, Schorch, musst zum Treffen kommen. :mrgreen:
Denn ihr beide wohnt reichlich gegensätzlich. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Oldtimer Bell 212 Twin Jet
BeitragVerfasst: 15.10.2011, 21:44 
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Bomberpilot

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da die Mitfahrgelegenheit zum Treffen ja gegeben ist, könnte das mit großer Wahrscheinlichkeit was werden. Besonders wenn ich einen Oldie fliegen darf, dann gibt es kaum ein halten :D

Dirk, sieh zu, komm inne Pötte :lol:

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