Macken und Probleme nicht aufgeführter Modelle
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Oldtimer Bell 212 Twin Jet

08.03.2009, 20:33

So,
nachdem ich jetzt schon ein paar Mal erwähnt habe, daß ich einen Oldie im Keller liegen habe, fange ich mal mit dem Bericht an.
Was ist es denn? Es handelt sich um einen Heli aus den Anfängen der RC-Helis. Das Teil ist von 1978 - zumindest soweit ich es recherchieren konnte. Der Heli war ein Dachbodenfund den ich meinem Nachbarn "abschwatzen" konnte. Die Zelle war soweit schon mal mit den Spanten versehen und die originalen Linearservos mit 2,4V waren noch eingebaut. Das gute Stück hat eine 90°-Taumelscheibe. Für die heutigen Möglichkeiten "witzig": Picht und Gas sind mechanisch über ein Gestänge mechanisch gemischt.
Hier mal ein paar Bilder:
ein paar Einzelteile:
Bild
Der Rumpf mit "Zubehör":
Bild
Noch ein Bild vom Rotorkopf:
Bild
Der Heckrotor:
Bild
Hier noch ein Bild von der Aufnahme für die "Servobatterie":
Bild

Da die Servos damals etwas andere Maße wie die heutigen haben, muß ich mir bzgl. der Anpassung bzw. dem Einbau noch ein paar Gedanken machen :oops:

Als erstes kümmere ich mich jetzt mal um die Optik. D.h. die Zelle spachteln, schleifen, grundieren und lackieren. Aber da mache ich dann mit dem nächsten Beitrag weiter - ich muß ja noch ein paar Beiträge zusammenbekommen :lol:

Gruß

Dirk

08.03.2009, 20:33

08.03.2009, 21:23

Geiles Teil, sowas "altes" aufzubauen macht Spaß :!:

08.03.2009, 21:31

:n3: klasse drücke die daumen

09.03.2009, 11:43

Tolles Projekt Dirk,

die ist ja wirklich in einem guten Zustand und wenn der Rumpf eine schöne Lackierung bekommt, dann hast Du aber ein richtigen Schatz zuhause.

Viel Erfolg beim Aufbau!

Gruß
Michael

09.03.2009, 11:51

Geil!! Absolut geil!!

(man entschuldige bitte die Ausdrucksweise :D )

09.03.2009, 13:34

AndiW hat geschrieben:Geil!! Absolut geil!!

Dem kann ich nichs weiter hinzufügen. Sowas kann ich ja richtig gut ab. MEHR BILDER BITTE :-D

09.03.2009, 16:37

Hallo,
freut mich, daß die Resonanz so positiv ist. Bilder kommen auch noch ein paar. Bilder von meiner "Spachtelorgie" habe ich mir jedoch erspart... :oops:
Wie gesagt, der Rumpf ist aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. D.h. spachteln angefangen, dann geschliffen. Ich war da eigentlich der Meinung, ich hätte alle "Lunker" erwischt - Pustekuchen. Nach dem Grundieren sind wieder etliche aufgetaucht. Also wieder gespachtelt und geschliffen. So ging das einige Male. Dann hatte ich die Schnauze voll und habe einfach die letzten leben lassen. Die Lunkerschützer werden es mir bestimmt danken :lol:
Hier ein Bild vom grundierten Rumpf:
Bild


Dann ging es um die Lackierung. Nachdem ich auf Lackierungen mit guter Fluglagenkennung stehe, habe ich mich entschieden mich am Design der US Coast-Guard zu orientieren. Ist zwar mittlerweile schon fast langweilig, aber für mich erst mal ideal:
Bild

Insgesamt finde ich den Modellbau hochinteressant. :wink:
Eigentlich wollte ich die Teile nur fliegen. Mittlerweile sind meine Spachtelkenntnisse deutlich besser geworden (im Vergleich zum jugendlichen Autospachteln). Und Airbrushen fängt man auch noch an. In der Summe ist dieses Hobby doch seehr breitbandig :lol: . Demnächst kommt dann noch das "Auswuchten" der Holzblätter dran. Leider gibt es aufgrund der Blattaufnahme für meinen Oldie kein aktuellen CFK-Blätter. Mal schauen, was noch alles kommt....
Im nächsten Schritt kommen jetzt die Tage dann die Scheibenaufkleber und die Kennungen. Das Landegestell muß ich auch noch fertig machen (bevor sich noch jemand über die Optik desselben beschwert...).
Die Scheibenaufkleber und sonstige Teile sind von Graupner ja leider nicht mehr verfügbar. Gott sei Dank gibt es noch ein paar Enthusiasten, die sich mit den Oldies und deren Teilen beschäftigen. Die Jungs findet man z.B. bei Helioldie. de oder auch bei Heliwelt.de. Tja und die Aufkleber für´s Coast-Guard Design gibt es u.a. bei Vario.
Soweit mache ich jetzt erst mal Pause. Wenn es wieder was neues bei meiner Bell gibt, geht´s weiter. Mit vieeel Glück ist sie evtl. bis zum Helitreffen fertig. Erstflug bis dahin ist trotzdem noch fraglich, weil:
- Umbau der Servohalterung
- einbau eines seperaten Gasservos (noch keine Ahnung wie und wo im Rumpf)
- wenn möglich neuerer Schalldämpfer (der alte ist mehr ein Lärmverteiler). Mal schauen, was H. Zimmermann möglich macht.
- ein noch fehlendes "Adapterstück" zum Antrieb des Heckrotors von der Motorwelle auf die Welle (mal kucken, wer es mir dreht)
- und was sonst noch an Überraschungen auf mich wartet.

Gruß

Dirk

09.03.2009, 16:50

Das sieht doch schonmal richtig gut aus! :)

Die Kufen wollte ich grad erwähnen.^^ Welche Größe hat das Teil eigentlich?

Es gibt doch bestimmt passende Blätter, uralten Holzblättern würde ich keinen Scaler anvertrauen... Was für Aufnahmen hat das gute Stück denn?

Gruß,
Philipp

09.03.2009, 19:28

Hallo Philipp,
dachte mir doch, daß das mit den Kufen noch kommt :lol: .
Zu den Rotorblättern:
Hier mal ein Bild des "Blatthalses:"
Bild


Wie man sieht würden die gängigen Blätter nicht wirklich passen. HT hat zumindest dafür keine passenden Blätter. Aber dafür eine Adresse, wer noch schöne Holzblätter dafür macht.
Alternativ könnte man zwar bestimmt neue Blatthalter machen. Aber das ist auch nicht wirklich Sinn und Zweck der Übung.
Es reicht ja schon, daß ich den Frevel begehe und "halbwegs"zeitgemäße Technik einbaue. Denn ohne Kreisel (GY401) fliege ich ihn bestimmt nicht. Daher ja auch der Wechsel bzw. die Frage nach dem G770T damals :wink: .
Jetzt aber zu den technischen Daten:
Rotordurchmesser: ca. 1600mm
Gesamtlänge: ca. 1900mm
Rumpflänge: ca. 1350mm
Motor: HB61 (10cm³)
Gewicht: angeblich ca. 4,5kg (mal schauen, was er am Ende wirklich wiegt :wink: )

10.03.2009, 06:46

Hallo Dirk,

also ich würde erstmal versuchen die alten Blatthalter auf neu umzubauen. (Neue Bohrungen setzen und die alten verschrauben)

Die Holzlatten bringen Dir nur Probleme ein bei einem solchem Brummer :roll: . Da muß was stabiles feingewuchtetes drauf, wie GFK oder Alu. Dann fliegt er auch gut und hängt nicht im "Blattkegel" und bäumt auf ohne Ende. :shock:

Die Lackierung gefällt mir gut! :D

Gru
Michael

10.03.2009, 08:20

Absolut klasse Projekt! Weiter so, hoffentlich kriegen wir ihn zu sehen!

10.03.2009, 08:47

Heckenschneider hat geschrieben:Hallo Dirk,

also ich würde erstmal versuchen die alten Blatthalter auf neu umzubauen. (Neue Bohrungen setzen und die alten verschrauben)

Die Holzlatten bringen Dir nur Probleme ein bei einem solchem Brummer :roll: . Da muß was stabiles feingewuchtetes drauf, wie GFK oder Alu. Dann fliegt er auch gut und hängt nicht im "Blattkegel" und bäumt auf ohne Ende. :shock:

Die Lackierung gefällt mir gut! :D

Gru
Michael


Da sei doch mal die Frage erlaubt, woher du schon wieder weißt, dass das Bell-Hiller-System ausgerechnet hier nicht fruchten soll?
Davon ab kann man hier sehr leicht sogar das "echte" Bell-Hiller" umbauen, also das mit den Paddelstummeln. Oder noch einfacher, man unterstützt zusätzlich noch mit einem Kreisel. Danach bäumt sich da nix mehr, wetten? :wink:
Aber ich würde zuallererst vermuten, dass das originale System durchaus funktioniert. Sollte es tatsächlich eine Aufbäumneigung geben, greift man erstmal in's Mischverhältnis Kreisel-> HR ein. Dann kann man an den Blades selber noch was drehen und auch die SP-Lage spielt eine Rolle. Erst, wenn das alles ausgeschöpft sein sollte, dann kann man noch mit einem Langs-Kreisel unterstützen. Aber dann geht es definitiv.

Und ich verstehe Dirk schon, dass er dieses Projekt als Restauration und nicht als bloßes Rohmaterial für irgendeinen großen Heli begreift. Und wenn die Holzlatten gut sind, dann laufen die auch gut. Man darf gute Holzies nicht mit dem Align-Schrott vergleichen. Alignblätter sind aus einem Stück gefräst und die verziehen sich nur allzugerne, wenn das Holz nicht gut abgelagert war oder die Schutzlackierung beschädigt sein sollte. Aber verleimte Blätter aus ausgesuchten Hölzern können sehr gute Ergebnisse liefern. Ich sehe keinen Grund, daran zu drehen. Und davon ab: So einen Heli schrottet man ja auch nicht. Da kommen höchstens 8°+ und 2-3°- drauf, grade sohalt, dass man damit schöööön scale-like rumjuckeln kann. Dann passiert auch nix und die Blades samt Heli leben eine kleine Ewigkeit. :)

Fein gemacht, Dirk - weiter so! :D

10.03.2009, 09:58

Nun ja, 1978 waren gute GFK's wohl auch kein Thema weil zu teuer. Die meisten Helipiloten waren schon zufrieden wenn der Heli obenbleibt, aber jetzt haben wir 2009 und die Technik ist ein bißchen weiter.

Wenn 4,5 Kilo an den Leisten nach unten ziehen hängt der Heli sehr wahrscheinlich im Kegel, dafür muß man kein Fachmann sein.
Natürlich läßt sich das mit Aufwand beseitigen aber warum?

Wenn sich eins der Holzblätter in der Luft verabschiedet ist der schöne Rumpf kaputt. Da würde ich Funktionalität mit Nostalgie kombinieren.
Warum unnötig rumärgern mit Spurlaufproblemen und dergleichen wenn man perfekte Blades fliegen kann. Das Ersatzteilproblem ist dann gleich mitgelöst.

Du siehst die Blätter im Flug eh' nicht.

Beim neuaufgelegtem Helibaby hat man auch die Heckriemenrundschnur gegen einen vernünftigen und verlässlichen Zahnriemen getauscht, warum wohl?

Wenn ich in ein solches Modell soviel Arbeit stecke, habe ich vor allem ein Ziel. Wenn es fliegt soll es auch wieder landen und zwar mit den Kufen zuerst. Das ist trotz Drang zur Nostalgie bei der heutigen Technik zu machen und deshalb würde ich das auch so machen. Basta 8) :wink:

Das ist natürlich meine Sicht, wie es Dirk angeht das entscheidet er letztendlich selbst.

P.S.: Das Ben Hiller System hat bei Holzblättern in meinem Zoom es nicht geschafft, das System im Vorwärtsflug zu stabilisieren. Bei Umstellung auf GFK war das Thema ohne weitere Veränderung sofort erledigt.

Gruß
Michael

10.03.2009, 10:41

Es spricht nichts dagegen, neue Technik zu verwenden, wo es Sinn macht. Aber der ist hier nicht gegeben. Und was willst du denn mit deinem "Kegel"? Wenn die Blatthalter waagerecht montiert sind, dann laufen auch Holzblätter waagerecht - die Fliehkraft machts. Aber davon ab: hier sollen sie das gar nicht, da der Kopf schon eine V-Form vorgegeben hat.
Und warum sollten die Holzblätter verabschieden? Wenn das Holz im Bereich der Bohrungen noch ok ist, dann halten die 3 Schrauben ebensogut wie es die eine in deinen Align-Holzies tun. Du meinst, weil diese Holzies schwerer sind? Dafür drehen sie auch langsamer.
Und überhaupt, wieso glaubst du, dass man Ersatzblätter bräuchte? Wenn dieser Heli wegen was auch immer einschlägt, dann sind die paar Holzies (die ja laut Dirk auch noch erhältlich sein sollen) wirklich das allerkleinste Problem. Ausserdem kann man an den Blatthaltern noch eine 4. Bohrung durchjagen, nur um sicherzugehen. Aber ich wüsste nicht, wieso. Man härtet die Bohrungen im Holz mit dünnem Sekundenkleber oder arbeitet 3 Buchsen ein, was die auftretenden Kräfte besser verteilt. Kurz gesagt: Möglichkeiten gibts viele.
Und auch Wuchtung und den Spurlauf betreffend: Da lassen sich solche Jumbolatten sehr gut behandeln. Eventueller Verzug kann mit heißem Wasserdampf korrigiert werden, das Gewicht lässt sich mit Blei in unsichtbaren Taschen austarrieren, etc. Am Ende hat man ein Blattpaar, das allen Anforderungen des Scalefliegens gerecht werden wird.

Michael, machen wir es kurz: ich betreibe Modellbau bereits länger als dieser Heli das Licht der Welt erblickte, ich sollte halbwegs wissen, was geht und was nicht. Und jetzt nimm dein "Basta" und streiche es dir auf dein Pausenbrötchen, dann hast du wenigstens was davon. :lol: :wink:

10.03.2009, 11:04

Ich wollte Dir Deine Erfahrung auch nicht absprechen, aber Holzblätter verursachen bei mir halt' Bauchschmerzen, ich traue den Dingern einfach nicht. Daher meine ablehnende Haltung. Selbst ein Winzling wie der Zoom hebt die Blattspitzen trotz ausreichend Drehzahl bei den Holzblättern an und bildet so einen "Kegel". Bei starren Blättern hast Du diesen Effekt halt nicht, den ich "Kegel" nenne. Das heißt bestimmt nicht so, ich beschreibe es nur so. :)

Bisherige Erfahrungen mit Holzlatten, auch wenn ich da noch nicht so lange im Thema bin wie Du, waren nur negativ. :(

Deswegen rate ich davon ab, das würdest Du wahrscheinlich an meiner Stelle auch tun.

Dirk wird da seine Entscheidung selber treffen, das war nur ein praktischer Rat von mir. Wenn Er mehr Wert auf Originalität legt, ist es sicherlich falsch sich nach meiner Meinung zu richten.

Gruß
Michael
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