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Drehzahl festlegen

24.01.2008, 13:59

Ich weiß wie ich mir meine theoretische Drehzahl ausrechne und wie ich mein Motorritzel bestimme ABER ich weiß nicht warum bei welchem Modell die Drehzahl wann wie hoch sein sollte?

Speed

24.01.2008, 13:59

24.01.2008, 14:32

Zunächst muss man nach Modellgröße und Gewicht schauen.
Nen 600er z.B. kannste im Rundflug mit gemütlichen 1700-1800rpm betreiben. Bei nem 450er sollten es dafür schon 2400rpm sein, damit er stabil fliegt. Je mehr Drehzahl man hat, desto präziser reagiert der Heli auf Steuereingaben. Seh ich zumindest so.:roll:

Ist dann noch ein wenig mehr Steigleistung gefordert (Loopings, Flips etc.) dann sollte es noch ein bissel mehr sein. Reserven zu haben tut auch ganz gut. ;)

Dabei sollte man die Drehzahlgrenzen von den jeweiligen Blättern natürlich beachten. Holzblätter sollten soweit ich weiss nicht mit viel mehr als 2500rpm betrieben werden. CFK-Blätter gibt es mit Freigabe bis zu 4000rpm was dann aber arg krank ist.^^

24.01.2008, 19:03

Hi @all,

na ja, mit 1700-1800 U kannste schon wild knüppeln, fürn nen gemütlichen
Rundflug in der 600er Klasse langen schon mal 1200 bis 1400 U.

Die Align Wood pro (325er) sind jetzt bis 2800 freigegeben, früher waren hier
nur 2400 U. möglich, nur mal so zur Info :-).

Gruß

Tomcat47

24.01.2008, 19:52

gibt es da denn richtlinien wie
Schwebeflug 500 Klasse 2 Kilo ...Umdrehungen Kunstflug... Umdrehungen
450iger Klasse ...

Ich finde es gibt da echt eine Menge zu lernen und an wissen zu Sammeln un da liegt gerade meine aktuelle Lücke

Speed

24.01.2008, 20:02

Hallo Speed,
eine allgemeine Richtlinie gibt es leider nicht. Da sind die Anforderungen und die Geschmäcker jedes einzelnen doch zu verschieden. :wink:
Aber zum einen gibt ja schon mal die Drehzahlangabe des Herstellers der jeweiligen Blätter eine (kleine) Orientierung. Dann evtl. noch Hinweise in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Helis. Zum nächsten geben ja einige Foren auch noch Tips zu den jeweiligen Helis (Raptor, Logo, MiniTitan, etc). Der letzte Punkt ist dann das praktische Ermitteln der Drehzahl, die Dir am besten zusagt. Sprich: wie reagiert mein jeweiliger Heli auf die vorgewählte Drehzahl. Ist zu träge oder zu giftig oder wie auch immer. Am Schluß hast Du dann die für Dich am besten geeignete Drehzahl.
So als Orientierung:
MiniTitan (325er Blattschmied): ca. 2500 Umdrehungen (ca. 800gr)
SJM (385er Originalblätter): ca. 2600 Umdrehungen (ca. 2000gr)
Raptor30 (550er Blattschmied): ca. 1800 Umdrehungen (ca. 4000gr)

wobei ich am SJM und am Raptor 30 noch am Einstellen bin :wink:

Gruß

Dirk

24.01.2008, 20:21

Jetzt wo ich es gerade lese muss ich nochmal zustimmen, dass das eigene Empfinden bezüglich des Flugverhaltens ein sehr wichtiger Punkt ist.
Was bringt es dir, wenn du ne Drehzahl fliegst mit der viele klarkommen aber dir ist der Heli dabei zu träge.:roll:

25.01.2008, 11:49

Oder umgekehrt...die für meinen SJM-400 völlig ausreichende Drehzahl zum abheben und rumschweben ist viel zu wenig, um mit den winzigen Heckrotorblättern ausreichend Druck aufzubauen. Auch ein Kriterium. Am DF-36 mit gleichem Antrieb und annähernd gleichem Gewicht kann ich mit wesentlich weniger Drehzahl stabil rumschweben und drehen.

25.01.2008, 13:13

Wenn ich da auch mal meinen Senf dazu geben darf:

Ihr betrachtet das schon wieder viel zu isoliert - finde ich.

Ich habe aus gutem Grund das gas separat auf einem Regler und kann daher in Sekundenschnelle jede gewünschte Drehzahl einstellen. Und schon deshalb bin ich nicht ganz ohne Erfahrung, was Drehzahlen angeht.

Niedrige Drehzahlen machen einen Heli gemütlicher und man spart auch Energie dabei. An der Funke haben dann Expo und konsorten nix zu suchen, man muss schließlich ordentlich in den Knüppeln rühren, um was zu erreichen. Das mag den wenigsten genügen, die schonmal ihre ersten hoppser hinter sich haben, aber für den blutigen Anfänger ist das schonmal keine schlechte Wahl. Der heli liegt zwar mangels stabilisierender Drehmasse nicht ganz so satt, aber dafür reagiert er auch nicht wie eine wildgewordene Hornisse.

Der Fortgeschrittene wird denn auch mittlere Drehzahlen bevorzugen, wo der heli bereits spürbar direkter auf Eingaben reagiert. Aber dank der bereits geleisteten Flugstunden kommt er damit klar und freut sich über einen agilen Heli, mirt dem man durchaus schonmal ein bisschen rumturnen kann.

Der Profi hingegen reizt natürlich jede Komponente bis zum Äussersten, er muss das gefühl haben, dass der heli bereits fertig ist, wenn er den gedanken an eine Bewegung gefasst hatte. Flugzeit spilet keine Rolle und dass der Heli für jeden anderen mit weniger Erfahrung schier unfliegbar wäre, lässt ihn freilich ebenso kalt. Er ist schließlich Profi.


Und jetzt kommts, meine Herren: Wenn man mal akzeptiert, dass diese Grobeinteilung existiert, dann müsste doch allmählich mal bei manchen ein Lichtlein aufgegangen sein, dass nicht jeder Ratschlag für jeden taugt!

Ein jeder muss sich selbst ganz ehrlich einschätzen wo er steht und danach sein Setup wählen. Das gilt auch für die Komponenten selbst.
Ein Heli mit Profiausstattung ist doch in den Händen eines Anfängers maßlos unterfordert und wird dies auch auf JAHRE hinaus bleiben.
Wichtig ist nur, dass die Komponenten zuverlässig sind.

Und SEIN Setup findet man nicht, wenn man das des Nachbarn abguckt. Man muss es sich erfliegen. Und das persönliche Setup ist auch nicht starr, es wächst mit den eigenen Fähigkeiten.

Ergo, um das alles richtig zu machen, sollte man auch wissen, welche komponenten das Setup maßgeblich beeinflussen:

- Gesamtgewicht: je schwerer, desto ruhiger. Aber auch mehr Energieverbrauch. Doch das steht für den Anfänger erstmal nicht zur Debatte, wir reden hir von vielleicht einer Minute, eher weniger.
- Blattwahl: Am Anfang zweitrangig, Hauptsache erstmal günstig und wenns geht SCHWER! Rotierende Masse stabilisiert!
- Blattaufhängung: Am Anfang WEICH einstellen (Gummis nur dezent eingespannt)
- Paddelstange: Lange Stange macht ihn zackiger, also bloß nicht die zerfleischte vom letzten Crash mit einer langen ersetzen
- Paddel: je schwerer, desto gemütlicher. Daher auch die Gewichte.
- Drehzahl: je höher, desto zackiger. Niedrige Dz. machen den Heli zwar etwas "lummeliger", aber dafür wird ein Verknüppler auch nicht sofort unter der Grasnarbe enden. Ausserdem tragen obige Maßnahmen dazu bei, die kleinere Drehzahl durch masse zu kompensiweren, was die Lagestabilität betrifft.
- Funke: Dualrate (reduzierte Ausschläge) und Expo (wenig Weg in der Mitte, Maximalausschlag unverändert) tun das ihre und sind immer dann angeraten, wenn man sich an höhere Drehzahlen wagt oder sonstwas mechanisch verändert, das den Heli giftiger macht. Hernach kann man nach und nach die Beigefügten "Entgifter" wieder zurücknehmen, sowie man sich denn an das neue Steuerverhalten gewöhnt hat.

Noch eine Bemerkung das Heck betreffend: Wenn ein Heck ordnungsgemäß eingestellt wurde, funktioniert es auch bei niedrigeren Drehzahlen einwandfrei. Was nicht heißt, dass es gleichzeitig auch weicher wird, wie schließlich auch die Hauptsteuerung. Aber es funktioniert!


Schlussendlich: das Gesamtpaket kann nahezu beliebig miteinander kombiniert werden und ihr braucht dazu keinen groß fragen. Es ist allein eure Entscheidung, wie euer Heli fliegt. Und genau deswegen braucht man am Anfang auch keinen Drehzahlmesser. Alleine genaues Beobachten erzählt einem schon mehr als genug. Am Ende zählt das Ergebnis und nicht die Drehzahl vom Nachbar, der ganz anders fliegt.

25.01.2008, 13:31

Kann ich nur uneingeschränkt zustimmen!

Nur was die Heckrotorwirkung beim SJM-400 angeht, muss ich widersprechen. Das liegt aber wohl wirklich an den sehr kleinen Blättern, die bei zuwenig Drehzahl nicht genug Schub entwickeln. Das Heck steht zwar, dreht aber in Gegenschubrichtung nur zäh wie Gummi, in Schubrichtung sehr zackig. Mit ausreichend hoher Drehzahl (die ich echt nicht bräuchte) dreht er in beide Richtungen akzeptabel.

Ich warte deswegen auf das 3-Blatt-Heck des SJM-325/450. Ich könnte mir vosrstellen, daß das zusätzliche Blatt den entscheidenden Mehr-Schub bringt, um auch mit weniger Drehzahl zu fliegen. Hoffentlich kommt's auch...

25.01.2008, 13:54

Schwebe meinen Logo 10 9 Minuten mit S Schlagblättern, wiegt 2 Kilo, hat 1630 Umdrehungen. Habe alles sehr "weich" eingestellt. Zum Sturmschweben wie heute reicht es. WErde dann mal probieren und meine ERfahrungen sammeln

25.01.2008, 15:48

@ Sniping-Jack: hat hier jemand was anderes gesagt?? :wink: Du hast es allerdings schöner und ausführlicher mit Deiner netten Art dargelegt... :wink:
Was das Heck vom SJM400 betrifft: ich denke, daß man da dem Eigner eines solchen durchaus glauben kann. Da hat er bestimmt mehr Erfahrung als Du und ich zusammen :lol: . Wobei ich ihm absolut glaube, da sich mein SJM-500 genauso verhält. Er bekommt jetzt die Tage mal längere Blätter auf´s Heck (68 zu 55mm). Mal schauen..

Gruß

Dirk

25.01.2008, 16:05

Ämm, ich schränke also ein:
Nur Helis, die diesen Namen auch verdienen und deren Heckrotor nicht eigentlich als Mixer für Puppenküchen konstruiert wurde, hehehehe :twisted:

25.01.2008, 19:42

@ Sniping-Jack: ich halte es in dem Fall mit dem "Kaiser": "...schau mer mal..."

Gruß

Dirk

04.02.2008, 21:53

Puppenküchen-Mixer ;-) *lacht*

Gut, daß ich Sniping-Jack lang genug gelesen hab um zu wissen von wem's kommt...

Längere HeRo-Blätter gehen beim SJM-400 wegen der recht eigenwilligen Konstruktion leider nicht. Deswegen sehr hohe Drehzahl - oder hoffentlich bald das 3-Blatt-Heck.

Das sieht übrigens rattenscharf aus - stellt euch das mal vor, ein Heckrotor mit 3 Blättern ;-)

05.02.2008, 10:10

Japp, also bei so einem Dreiblatt packt mich schon der blanke Neid, weil du mit deinen Heck-Quirl ja nun 50% schneller Eierschnee aus der Glibberpampe zaubern kannst!

Aber um die Milch für den Cappu schaumig zu schlagen reicht auch ein normaler 2-Blatt-HeRo und mehr brauch ich ja nit. :mrgreen:

Im Ernst: Guckt garantiert rattenscharf aus! Ganz ehrlich! :D
*Jack behält sich das Recht auf spätere Veredelungsschritte in dieser Richtung vor* :wink:
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