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Wiegen statt auswuchten?

22.08.2008, 11:58

Da ich vor kurzen (unfreiwillig) von werkseitig präzise ausgewuchteten Helitecs auf Holzies umgestigen bin, wäre es eigentlich mal notwendig diese auszuwuchten (habe mit den Holzies auch leichte Vibrationsprobleme, ohne Blätter sind diese aber weg.

Frage/Überlegung: Kann ich die Blätter auch mit einer sehr päzisen Haushaltswaage auswuchten? Heisst das eine Blatt solange beschweren bis es gleich schwer ist? Habe so was bisher nicht gelesen….

Diese Rotorblattwagen machen doch eigentlich nichts anderes, oder?

22.08.2008, 11:58

22.08.2008, 12:04

Hi schau mal hier:
http://helischool.de/index.php?id=33
gruß

22.08.2008, 12:19

Hallo Fliegerklause,
NEIN, das reicht nicht. Das ist auch ganz einfach zu überlegen: Stell dir vor beide Blätter haben genau das gleiche Gewicht, aber eines hat 90% seines Gewichts ganz innen und das andere 90% seines Gewichts ganz aussen....... Dass das schüttelt kann man sich vorstellen.... oder?

Im Idealfall sollten drei Bedingungen erfüllt sein:
1. Lage des Schwerpunkts beider Blätter in Spannweitenrichtung genau gleich.
2. Lage des Schwerpunkts beider Blätter in Blatttiefenrichtung genau gleich.
3. Gewicht genau gleich.

Diese drei Bedingungen gleichzeitig zu erfüllen kann u.U. recht kompliziert sein, deshalb recht es im Allgemeinen, beide Blätter auf gleiches statisches Moment zu wuchten. Und das geht so:
Blätter ausgestreckt mit einem passenden Bolzen (Gewindestange) zusammenschrauben und genau fluchtend ausrichten.
Das ganze so auf die Backen eines Schraubstocks oder auf zwei gleich hohe Gläser legen, so dass sich die Blätter auspendeln können.
Das leichte solange aussen mit Tesastreifen bekleben bis die Blätter genau in Waage sind.

22.08.2008, 16:10

Warum fliegst Du noch die Holzlatten, so ganz verstehe ich das nicht? :?

Du hast so einen schönen Alukopf drauf, der schreit förmlich nach GFK oder Carbon Blades.

GFK drauf, Blattspurlauf einstellen und nur noch fliegen.

Gruß
Michael

22.08.2008, 17:40

Heckenschneider hat geschrieben:Warum fliegst Du noch die Holzlatten, so ganz verstehe ich das nicht? :?

Du hast so einen schönen Alukopf drauf, der schreit förmlich nach GFK oder Carbon Blades.

GFK drauf, Blattspurlauf einstellen und nur noch fliegen.

Gruß
Michael


Öhmmm, das sagst du so einfach! Bedenke mal bitte die Crashs die ich die letzte Zeit hatte, da habe ich keine Lust aus fliegerischem Unvermögen wieder 50 Euro Blades zu schrotten. Ich habe noch 3 Sätze Holzies, die werde ich jetzt erstmal "verfliegen"

Danke für eure Tips, ich kannte zwar schon die Anleitung aus der Helischool, war aber immer zu faul :wink: Werde ich jetzt aber mal

22.08.2008, 22:06

Fliegerklause hat geschrieben:Öhmmm, das sagst du so einfach! Bedenke mal bitte die Crashs die ich die letzte Zeit hatte, da habe ich keine Lust aus fliegerischem Unvermögen wieder 50 Euro Blades zu schrotten. Ich habe noch 3 Sätze Holzies, die werde ich jetzt erstmal "verfliegen"


Bitte nicht falsch verstehen, ich will Dir da nicht reinreden. Aber jetzt mal abgesehen von Crashs mit technischen Versagen, hast Du doch eigentlich jetzt ein gutes Setup, von daher kam ich auf die Idee.

Des weiteren vormute ich, das Du mittlerweile fliegerisch über so viel Erfahrung verfügst, das Du Dinge bei denen Du Dir nicht wirklich sicher bist, mit dem RK solange nicht fliegst, bist Du Dir sicher bist.

Natürlich verstehe ich Deinen Einwand, das ist nur meine Meinung.

Gruß
Michael

25.01.2009, 17:24

W_Else hat geschrieben:...
Blätter ausgestreckt mit einem passenden Bolzen (Gewindestange) zusammenschrauben und genau fluchtend ausrichten.
Das ganze so auf die Backen eines Schraubstocks oder auf zwei gleich hohe Gläser legen, so dass sich die Blätter auspendeln können.
Das leichte solange aussen mit Tesastreifen bekleben bis die Blätter genau in Waage sind.
...


Hallo,

wollte auch mal was zum Wuchten schreiben.. ;-)

So wie oben beschrieben habe ich bisher auch gewuchtet (allerdings mit vorheriger Ermittlung das Blattschwerpunktes, wo dann auch das Tesa hinkam) und war eigentlich zufrieden mit.

Manchmal hatte ich dann aber immer noch minimale Vibrationen, was mir keine Ruhe lies.
Da fiel mir folgendes ein/auf:
Angenommen das linke Blatt ist über die komplette Länge minimal dicker und dadurch schwerer, hat man beim Wuchten via Zusammenschrauben ein Nachteil: ein Teil des Mehrgewichts des linken Blattes hat man durch das Überschneiden der Blätter auf der rechten Seite und wuchtet somit falsch. (Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt :-) )

Ich habe mir jetzt eine Rotorblattwaage selber gebaut:
Man nehme einen normalen Legostein (meiner hat 2x12 "Punkte").
Diesen legt man mit den Punkten nach oben vor sich.
Quer darüber klebt man mittig ne Stange, die dann dafür da ist das Konstrukt zwischen 2 Gläser zu hängen.
Links und rechts an die Enden das Lego-Stücks klebt man eine Rotorblattschraube mit dem Kopf nach unten und dem Gewinde nach oben auf den Legostein. Durch die 100%ige Symmetrie von Legosteinen hat man so einen perfekt gleichen Abstand zwischen den beiden Schrauben und der Stange in der Mitte.

Auf die Unterseite des Legosteins habe ich dann mittig so ein Teil aus ner Wasserwaage geklebt.

Wenn man jetzt die Rotorblätter an den Legostein schraubt, das Ganze zwischen 2 Gläser hängt und mit Tesa wuchtet, hat man mehrere Vorteile:
- die Blätter überschneiden sich nicht wie beim Zusammenschrauben und man wuchtet dadurch nicht auf der falschen Seite
- durch das Wasserwaagenteil kann man unabhängig von schräg stehenden Tischen oder Häusern *g* genauer wuchten
- da die Blätter weiter auseinander hängen, macht sich ein Gewichtsunterschied stärker bemerkbar, ich kann an meinem Konstrukt ein Unterschied von 5x5mm Tesa ablesen

Seitdem ich gestern damit die Blätter meiner beiden Helis neu gewuchtet habe, war ich erstaunt was ich da an Tesa anders geklebt habe und sie fliegen spürbar ruhiger!

Ich hoffe ihr konntet meine Beschreibungen verstehen, da ich meine Cam grad nicht da habe... ;-)

25.01.2009, 17:50

Hallo Chaos,
im Prinzip ist das was du schreibst natürlich richtig, aber bedenke, wieviel zusätzliches Gewicht tatsächlich auf der "falschen" Seite ist. Das bewegt sich in der Praxis vielleicht im Bereich von einigen Milligramm. Dazu kommt, dass beim montierten Blatt der Abstand dieser "Zusatzmassen" vom Drehpunkt sehr gering ist. Die Unwucht dieser onehin verschwindend kleinen Masse macht sich also wegen des geringen Drehradius noch viel weniger bemerkbar.
Dazu kommt, dass die Methode des Auspendelns (Wuchten auf gleiches statisches Moment) ohnehin nicht 100% exakt ist, aber m.M nach vollkommen ausreichend ist.
Die einzig exakte Methode ist das genaue Ermitteln des Schwerpunkts (längs und quer) und an dieser Stelle Gewicht draufpacken bis beide Blätter exakt gleich schwer sind.

25.01.2009, 18:50

Hallo,

wollte damit auch nicht sagen, daß was falsch ist und nur bedingt funktioniert was du geschrieben hattest...nicht als Kritik verstehen. ;-)

Relativiert wird das Ganze natürlich auch durch die Größe des Hubis.
Bei meinem 4G3 merk ich nen Unterschied bei 5mm Tesa, bei andren dürfte man 5 cm nicht merken...

Das vorherige Ermitteln des Blattschwerpunktes in Längsrichtung ist meiner Meinung nach Pflichtprogramm, da es einfach ist und schnell geht und meiner Erfahrung nach je nach Blattqualität noch mehr spürbare Ruhe in den Heli bringt.

26.01.2009, 09:50

Stell dir vor beide Blätter haben genau das gleiche Gewicht, aber eines hat 90% seines Gewichts ganz innen und das andere 90% seines Gewichts ganz aussen...


Die einzig exakte Methode ist das genaue Ermitteln des Schwerpunkts (längs und quer) und an dieser Stelle Gewicht draufpacken bis beide Blätter exakt gleich schwer sind.


:n169:

26.01.2009, 10:42

W_Else hat geschrieben: Die einzig exakte Methode ist das genaue Ermitteln des Schwerpunkts (längs und quer) und an dieser Stelle Gewicht draufpacken bis beide Blätter exakt gleich schwer sind.


Ich denke, die einzig exakte Methode wäre den Schwerpunkt beider Blätter ermitteln, und durch Draufpacken von Gewicht >an anderer Stelle< die Schwerpunkte jeweils an genau dieselbe Stelle bringen.
Incl. abschließend genau gleichem Gewicht, versteht sich.

Und: nicht zu vergessen, aerodynamische Gleichheit vorausgesetzt.....

Rein theoretisch natürlich. Die Auspendelmethode reicht üblicherweise locker aus

26.01.2009, 10:59

:!: :wink:

26.01.2009, 11:54

Ich denke, die einzig exakte Methode wäre den Schwerpunkt beider Blätter ermitteln, und durch Draufpacken von Gewicht >an anderer Stelle< die Schwerpunkte jeweils an genau dieselbe Stelle bringen.
Incl. abschließend genau gleichem Gewicht, versteht sich.

Klaro! genau das!
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