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Flybarless im Downwash, was passiert?

28.12.2010, 19:17

Hallo Leute,

ist das unwillige schwammige Verhalten vom Paddelheli im Downwash, beim FBL -Heli eigentlich genauso anzutreffen?

Also beim senkrechtem Sinken z.B.

Wird da etwas vom System abgefangen, oder ist es genauso wie mit Paddel?

Nicht das ich mir das wünschen würde, es interessiert mich einfach wie es funktioniert.

28.12.2010, 19:17

29.12.2010, 08:02

Hallo Michael,
der "Downwash-Efffekt" hat nichts mit dem Rotorkopf zu tun, sondern ist generell vorhanden.
Sprich: auch die Großen haben das Problem.
Von daher wird sich nichts ändern.

Von dem abgesehen: eigentlich sollte man den Effekt vermeiden.

Gruß

Dirk

29.12.2010, 12:20

Ich bin früher mit Paddelkopf geflogen. Jetzt habe ich seit einem Jahr ein 3digi im Einsatz und kann nicht feststellen, dass sich hier nennenswert etwas geändert hat. Vielleicht eine Kleinigeit zum Besseren.

Die Aussage bezieht sich auf einen 3Blatt Hauptrotor 325'er Blätter (08/15 und Spinblades Mehrblattsatz).


Stubenflieger

29.12.2010, 14:58

Hallo Michael,

ich verstehe nicht ganz, was Du meinst, kannst Du das mal genauer erklären...


...oder wissen das alle und ich müßte es auch wissen :?: :oops:

29.12.2010, 16:02

Also gemeint ist der Effekt, wenn der Heli beim Sinken in seinen selbstproduzierten Fallwind gerät und somit schwerer steuerbar wird.

Der Effekt, den man wie Dirk schon beschrieben hat vermeiden sollte. Die richtige Antwort könnte schon die vom Stubenfleger sein. Kann schon sein das sich garnichts ändert, oder was meint Ihr?

30.12.2010, 11:39

Kurze Zwischenfrage:

Verhindert ABS und ESP im Auto Glatteis und sonstige ärgerliche Effekte?

Nein!

Und genauso verhält es sich mit Stabisystemen und dem Downwash.
In dem Moment in dem der Heli in seinem eigenen Ablufstrom ist, spielt die Art der Steuerung (Paddel oder Stabisysteme) des Kopfes überhaupt keine Rolle mehr.
Grund: die Elektronik kann die Aeordynamik und deren Gesetzmäßigkeiten nicht verhindern bzw. umgehen.
Ergo ändert sich nichts.
Wenn Du im Downwash bist, hilft nur noch eines: schauen, daß Du wieder rauskommst. Sprich: Nick nach vorne und herausfliegen - sofern noch möglich (ausreichend Höhe).......

Gruß

Dirk

30.12.2010, 17:49

Nur ein paar kleine Ergänzungen:

"Downwash" ist etwas gänzlich anderes als der Effekt, der hier vermutlich tatsächlich gemeint ist. Als Downwash bezeichnet man generell die nach unten strömende Luft unter dem Rotor. Und wenn der Heli über Wasser oder Schmutz schwebt/fliegt, dann sieht man ihn auch.

Das, was eigentlich gemeint ist, ist im physikalischen Sinne nichts anderes als ein "strömungstechnischer Kurzschluss". An den Rotorspitzen findet ein Druckausgleich von der Unterseite (Überdruck) zur Oberseite (Unterdruck) statt. Immer. Das ist auch bei Flugzeugen grundsätzlich so, wenn es nicht durch Winglets verhindert bzw. abgemildert wird.

Da sich der "Flügel" des Helis jedoch im Kreis bewegt, ist es - unter bestimmten Umständen - möglich, dass sich die Wirbelschleppe sozusagen in den Schwanz beißt und weiter verstärkt: Ein Wirbelring bildet sich und je länger sich der Heli in dem Zustand des Sinkens befindet, desto stärker prägt sich dieser Wirbel aus. Und die Fläche des Wirbelrings, die den Rotorkreis überdeckt, trägt nichts zum Auftrieb bei!
Da kannst du jetzt gerne Pitch geben oder gar ein FBL-System werkeln lassen, das macht alles höchstens schlimmer. Meist hilft nur noch Vollpitch UND Nase runter.

Aber: Beim Trainer muss sich keiner um diesen Effekt sorgen, da er so gut wie nie wirklich bedrohlich wird. Erst wenn man Scale fliegt und die Kreisflächenbelastung signifikant höher ist, dann merkt man den Effekt erst richtig. Dann aber ziemlich krass. Bestes Mittel: Darauf gefasst sein und frühzeitig sanft die Nase runter nehmen und das Sinken verlangsamen. Dieses obercoole reinkacheln und möglichst bühnenreif gleichzeitig mit der Landung zum Stillstand kommen (Also ohne langes, uncooles Rumgeeiere im Schwebeflug ;)) will gekonnt sein und es hängt auch vom Modell ab. Andere Kreisflächenbelastung, andere Drehzahl, schon ist alles anders.

Fazit: Am besten lässt man den Scale nicht erst in mehr oder minder steile Sinkflüge gehen, solange man das nicht bereits oft geprobt hat und genau weiß, wann man wie gegensteuern muss. Und achja, wie Dirk schon sagte, das hat mit FBL/nicht FBL nix zu tun.

30.12.2010, 18:55

Ehrlich gesagt habe ich es so vormutet, wie Ihr es beschreibt. Allerdings ist ja der "BeastX FBL Copilot" viel schneller im Steuern als unsere Finger reagieren können, beim FBL muss ja die Information der Lageveränderung nicht erst vom Auge zum Gehirn.

Der Effekt überfordert das FBL System, von daher keine Chance auf ausbügelnde Maßnahmen. :(

Wie gesagt, die Frage kam einfach aus Neugier, das man sich im Wirbelringeffekt nicht lange aufhalten sollte, ist mir ja bewußt.

THX, für Eure Antworten. :wink:

31.12.2010, 10:07

Ehrlich gesagt habe ich es so vormutet, wie Ihr es beschreibt.

Nur gut, dass hier jeder was anderes schreibt und damit keiner einen
Plan hat, auf was du dich beziehst. Ich habe überdies nicht den Eindruck,
dass du tatsächlich verstanden hast, was da in so einem Fall passiert.
Mag mein Fehler sein. :roll:

Nochmal: Vergiss mal das FBL-System, da es auch keine
besondere Lageveränderung gibt und weil es dir in der Situation nicht das
geringste hilft. Das was du als "schwammig" bezeichnest, ist lediglich das
Unvermögen des Helis, genauso wie gewohnt auf deine Steueraufgaben
zu reagieren. Aber in diesem Zustand ist der Heli eigentlich ziemlich stabil
- was man mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten
kann. Solange du den Heli nicht gerade aus dem Sinken befreien willst
(bis zu einem gewissen Grad kann das ja geradeso gewünscht sein),
brauchst du gar nicht zu steuern und auch das Stabi wird in dem Moment
kaum was zu tun haben.

Der Zirkus geht erst los, wenn du da _raus_ willst. Je mehr du da
rumeierst an den Knüppeln, desto eher die Chance, dass du die Situation
verschlimmerst. Das ist mit Paddel so und mit FBL halt erst recht. Also
nochmal: Pitch rein und Nase runter. Punkt. Das ist das _einzige_ was du
tun solltest.

Aber auch das nochmal: Solange du Trainer fliegst, kann dir der Effekt
am Popo vorbeigehen, er wird nicht wirklich auftreten.
Solltest du aber Scale fliegen, ist es besser, du weißt VORHER bereits
was Sache ist, denn mittendrin ist es dann oft zu spät.
Du wärst nicht der Erste, der seine Kiste deswegen gegrondet hätte und
die Beinahecrashs sind wohl schwer zu zählen. Denke, das hat JEDER
mindestens 2-3x erlebt, bis man eben lernt, der Sache aus dem Weg zu
gehen oder damit umzugehen.

31.12.2010, 13:10

Also ich hatte tatsächlich bei den Trainern bisher nicht die Situation, das er mir im DW aus dem Ruder läuft.

Beim 500er nicht, der ist so kräftig motorisiert, das man den Effekt mit Kraft unterbinden kann, was ich an dieser Klasse übrigens genial finde.

Beim 600er auch nicht, der ist da irgendwie sehr souverän und sehr stoisch eben kaum aus der Ruhe zu bringen.- sorry, ich weiß das klingt schwammig- aber anders kann ich das nicht beschreiben.

Beim 450er in Trainerversion ist es eher auch unkritisch muß aber schon deutlich mehr ausgesteuert werden.

Beim 450er in der Hughes 500 Version (Semiscale halt) tritt der Effekt wie von Dir beschrieben heftig auf und hat mir fast schonmal einen Absturz beschert. :shock: Nur 2m über dem Boden hat die eingeleitete Auffangmaßnahme gegriffen und so war mir der Einschlag erspart geblieben.

31.12.2010, 17:02

Auch wenn du es abkürzt, der Effekt heißt trotzdem NICHT Downwash! :lol:
Michael, der Hartnäckige. ;)

01.01.2011, 13:25

Ok, dann so: DW = Doofer Wirbelringeffekt. :lol: :wink:

02.01.2011, 09:20

Damit kann ich leben. :lol:
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