Technik, Macken und Probleme der Flächenmodelle Elektro
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Zwei Querrudersevos an einen Kanal

01.07.2008, 08:28

Hallo

Da ich gerade dabei bin eine Fläsche zu Bauen (Selifun) wo ich zwei Querrudersevos rein sollen ist es meine Frage ob ich diese auch an einen Kanal legen kann.
Fernsteuerung ist meine MX12 und dazu wollte ich mir nur nen 4 Kanal Empfäner holen aber halt 4 Servos Steuern.

Geht das z.b. mit nen Y-kabel? Oder muß ich was anderes machen?

Peter

01.07.2008, 08:28

01.07.2008, 10:58

Na ja, theoretich ist das möglich, aaaber müssen sich die Querruder nicht gegeneinander drehen?
Mit nem Y-Kabel drehen die wohl in die gleiche Richtung.

01.07.2008, 11:01

Das wird das Problem sein. Es gibt aber auch kleine Bauteile, die die Richtung dann passend umdrehen...

Ich weiss leider gerade nicht, wo ich sowas gesehen hab... ist schon länger her. :oops:

01.07.2008, 11:13

Danke Euch
Aber wenn es gehen sollte mit dem Y-Kabel kann ich doch ein Servo andersrum einbauen Oder? Dann Arbeiten die zwei Servos doch in gegengesetzter Richtung? :roll:

peter

01.07.2008, 11:25

Wenn du es andersherum einbauen kannst (vom Platz her):!: Na klar dann geht`s

01.07.2008, 11:26

In so einem Fall schadet es nie das MX-12 Handbuch zu Rate zu ziehen :wink:
Die MX12 bietet nämlich so eine Funktion an: Flächenmodell mit zwei Querrudern, allerdings wird dann ein 4Kanal Empfänger nicht reichen.

Falls du das nicht willst einfach Y-Kabel und Servos entsprechend spiegelbildlich einbauen.

Grüße
Walter

01.07.2008, 11:33

Alles Klar und besten Dank :lol:

werde wohl beim 4 Kanal Empfäner bleiben und das Y-Kabel einbauen.


peter

01.07.2008, 12:35

Hallo,
normalerweise kein Problem.
Die Servos werden ja meist liegend eingebaut. Und wenn der Servokopf an beiden Servos z.B. nach außen zeigt, passt das automatisch.

Nur bei der Querruderdifferenzierung geht das jetzt nicht mehr elektronisch sonder muß mechanisch gelöst werden.
Dazu reicht es den Servohebel so zu verdrehen das der Ausschlag nach unten größer, und nach oben kleiner wird.
Oder das Steuerhorn vor oder hinter den Drehpunkt des Ruders anbauen.

Muß man sich am Modell ansehen was besser ist.

Gruß Ralf

01.07.2008, 14:11

Falsch! Eine Querruderdifferenzierung hat immer einen größeren Ausschlag nach oben als nach unten.

Wozu braucht man das eigentlich? Weil ein Querruderausschlag stets auch eine Profilveränderung bedeutet. Dort, wo das Ruder nach oben geht, sinkt der Widerstand (bis zu einem gewissen Grad, dann kehrt es sich um), dh. diese Seite wird nun schneller. Und da die andere Seite der Fläche das Ruder nach unten bewegt, wird dort der Widerstand höher.
Also passieren nun 2 Dinge gleichzeitig - nehmen wir mal an, wir steuern nach rechts:

Rechtes QR geht nach oben, linkes QR geht nach unten
Rechts wird Abtrieb erzeugt, links Auftrieb
Rechts verringert sich der Luftwiderstand, rechts nimmt er zu.

Resultat: das Flugzeug neigt sich zwar nach rechts, aber es giert gleichzeitig auch um die Hochachse, und zwar nach links!

Das ist der Grund, warum ich an anderer Stelle sagte: ohne Seitenruder oder ohne geeignete maßnahmen fliegt kein Flugzeug eine saubere Kurve. Je nach Flugzeugtyp fällt diese Tendenz stärker oder schwächer aus. Gerade aber bei Kunstflugzeugen mit ihren kurzen Rümpfen beobachtet man oft Kurvenflug mit Hängearsch. Das liegt an der fehlenden Querruderdifferenzierung, die bei starken Ausschlägen eher hinderlich ist. Daher muss bei den Kunstflugzeugen immer auch das Seitenruder gesteuert werden, wenn man "nur" eine saubere Kurve (keine Steilkurve) fliegen will.

Doch zurück zu unserem Problem: Der normale Flächenflieger tut gut daran, erstmal eine dezente QD einzubauen. Das geht elektronisch an der Funke und es geht mechanisch.

Anmerkung: Segler und Hotliner ohne Landeklappen MÜSSEN eine elektronische QD einprogrammieren, sobald sie ihre QR als Landehilfe hochfahren sollten, da sonst keine Kurskorrekturen mehr möglich wären.

Nun, wir haben ja nur ein Servo, also geht auch NUR eine mechanische QD. Um die Wirkweise zu veranschaulichen, müssen wir begreifen, dass die Übersetzung eijner Kreisbewegung (Servohebel) in eine lineare (Gestänge) nicht linear ist. Stehen Servohebel und Gestänge in einem 90°-Winkel, so ist die Umsetzung der Bewegung maximal.
Stehen dagegen Servohebel und Gestänge in einer Linie, spricht man von einer "Überknieung". Der Servohebel bewegt sich, aber das gestänge bewegt sich fast nicht. Doch hier ist nun auch das Servo am besten geschützt, es kann vom Gestänge kein Drehmoment mehr auf das getriebe übertragen werden.
Aber dieser Fall wird nur in wenigen Fällen gebraucht, Einziehfahrwerke zum Beispiel oder Klapptriebwerke. Gut, das nur am Rande.

Was wir suchen, ist eine Stelle zwischen beiden Extremen. Wir verdrehen unsweren Servoarm also auf dem Servo um 10-20° nach VORNE, also in Flugrichtung an beiden Servos. Was genau bedeutet das nun? Ganz einfach. Wenn sich das Servo so bewegt, dass das Gestänge nach hinten fährt, geht das Ruder nach oben und gleichzeitig findet die Bewegung in dem Bereich statt, wo die Bewegungstransformation optimal ist.
Währenddessen bewegt sich das andere Servo in die entgegengesetzte Richtung und zieht dessen Ruder nach unten. Gleichzeitig findet die Transformation in einem Bereich statt, wo eine Kreisbewegung deutlich weniger in linearen Schub am Gestänge umsetzt.

Wenn wir diesen Vorgang also nun um ganzen betrachten: Rechts geht das QR weiter nach oben, als es links nach unten geht. Und nun findet auch die Gierbewegung nicht mehr statt, das nun immer auch der kurveninnere Flügel mehr Widerstand induziert, als der Kurvenäussere, was wiederum dazu führt, dass das Flugzeug quasi in de Kurve "reingezogen" wird.

Unterm Strich muss die QD dergestalt eingestellt werden, dass das Flugzeug mindestens keine negative Giertendenz mehr hat und sich entweder neutral, oder tendentiell so verhält, als hätte man eben Seitenruder gesteuert.

Kurzum: Was Kraftei sagte, war falsch, oder mindestens höchst missverständlich ausgedrückt. ;)

01.07.2008, 16:30

Resultat: das Flugzeug neigt sich zwar nach rechts, aber es giert gleichzeitig auch um die Hochachse, und zwar nach links!

Das nennt man dann auch "negatives Wendemoment"

01.07.2008, 17:00

W_Else hat geschrieben:
Resultat: das Flugzeug neigt sich zwar nach rechts, aber es giert gleichzeitig auch um die Hochachse, und zwar nach links!

Das nennt man dann auch "negatives Wendemoment"


Und? Ich hätte es auch Wrzlbrnft taufen können, wär auf's gleiche rausgelaufen - keiner hätte es verstanden. :roll:
Trotzdem schön, dass wir auch darüber gesprochen hatten. :lol:

:wink:

01.07.2008, 17:04

.... wenn dir Fachbegriffe aus der Fliegerei am A... vorbei gehen - bitte :wink:

01.07.2008, 17:51

Aber nicht doch, soo weit würde ich nun nicht gehn!
Man hat nur gewisse Befürchtungen,
_hier_ eine gewisse Überdosierung zu riskieren. :mrgreen:

01.07.2008, 19:10

Sniping-Jack hat geschrieben:Und? Ich hätte es auch Wrzlbrnft taufen können, wär auf's gleiche rausgelaufen - keiner hätte es verstanden. :roll:
:wink:


Hier, Du Held der Luftfahrt. Tu mal nich gleich alle für Dumm verkaufen :twisted:

01.07.2008, 22:46

nochmals zum Thema, ich hab hier eine GWS Maschine, mit einem Y-Kabel, funktioniert problemlos. Normalerweise sind die Y-Kabel gleich richtig dafür gepolt.
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