Hi,
Das Hauptproblem ist ja nicht die Schallgeschwindigkeit an und für sich, sondern die Geschwindigkeitsdifferenz, mit welcher diese Überschritten wird.
Der "Überschallknall" wäre bei Einbehaltung der Schallgeschwindigkeit durch einen Flugkörper (egal welchen Flugkörpers) eine stehende Schallwelle auf diesem, da der Flugkörper genau so schnell wie der von Ihm erzeugte Schall wäre.
Also "bleibt der Schall am Gerät"
Das wird ja nun nicht dadurch leiser, das da schon Schall ist.
Also "addieren sich die Geräusche" auf, bis es zu solch hohen Vibrationen/Schwingungen kommt, die alles (aber wirklich alles...) zerbröseln. Und das geht recht fix...
Deshalb wird von Kamfjetpiloten zum Durchbrechen der "Schallmauer" auch noch "mal richtig Gas gegeben"...um diesen Moment der stehenden Welle möglichst Kurz zu halten und diesen kritischen Punkt (bei einigen sogar Punkte...) möglichst schnell zu "durchfliegen"...
Deshalb auch der Strömungsabriss an Hubschrauber-Rotoren im Überschallbereich...die Luft wird durch die "stehende Welle" am vorlaufende Rotorblatt so verwirbelt, daß dieses einen Strömungsabriß erzeugt. Das rückläufige Rotorblatt trägt aber noch, da noch nicht im Überschallbereich. Und da der Rotor sich dreht, wechseln diese Belastungen ein paar mal die Sekunde....na, herzlichen Glückwunsch...
Ein Hubschrauber müsste seinen Rotor (oder sich selbst, und damit auch seinen Rotor) so schnell beschleunigen können, daß
beide Rotorblätter den Überschallbereich in kürzester Zeit erreichen würden...
Daß es im Überschallbereich nur zu Strömungsabrissen kommt kann ja nicht stimmen, da auch Überschallflugzeuge (Concorde) durch Tragflächen fliegen...
Fliegt dieses Flugzeug aber
genau mit Schallgeschwindigkeit, zereisst es dieses in kürzester Zeit...
Kurz gesagt: im "Vorschallbereich" eilen mir meine Geräusche voraus, im Überschallbereich hinterher. Eilen wir zusammen, läuft da irgendwas falsch...wenigstens einen Augenblick
So weit mein Kenntnisstand...
Gruß, Ipu