Jepp, afaik darft du das so machen mit dem Bild.
Glückwunsch zu deiner Entscheidung! Der D-CCPM erfüllt in jeder Hinsicht die Erwartungen, die man an einen 450er Heli hat und er hat das serviscefreundlichste und flexibelste Chassis, das ich persönlich kenne.
Hier noch meine Empfehlung für die Komponenten:
Wenn du - was sicher nicht verkehrt ist - einen Kontronik verbauen willst, musst du erstmal fett Kohle abdrücken. Um die wenigstens halbwegs woanders wieder reinzubekommem, ohne deswegen Kompromisse machen zu müssen, würde ich dir folgende Zusammenstellung empfehlen:
- Jazz 40-6-18 (~ 80 Euro mehr als andere)
- Original-TH-Botor (ich meine, der liegt bei, richtig?) (~40 Euro gespart)
- LogicTech 2100 (~ 30 Euro gespart)
- 3x HS 65 HB (Carbonit)* (3x ~5 Euro?)
- 1x FS 61 Speed Cool Carbon (Digi oder Analog, beide sind perfekt geeignet, aber das Analoge ist deutlich günstiger)
- 2500er SAEHAN (mind. 2, 3 sind besser)
Die Begründungen im Einzelnen: Ob es nun wirklich ein teurer Jazz sein muss, musst du wissen. Bestimmt gibts da Alternativen, aber da weiß ich zuwenig. Ich selber fliege seit einem Jahr den original ALIGN-Strang (420L+BCL35), den du überall für deutlich weniger als 100 Euro bekommst.
Ich habe stets nur ein Problem damit: Wenn man bis zur Endabschaltung fliegt, geht einem bei mittlerem Ritzel ohne Vorwarnung der Saft aus. Das ist ziemlich....plöt, um es mal milde zu formulieren.
Allerdings: ich nehme das derzeit noch in Kauf, solange ich die Knete für den Kontronik oder Vergleichbares nicht habe. Denn ansonsten funktioniert der Regler tadellos. Der Gov-Mode ist stabil und der BCE liefert stabil seine Spannung. Was ich dem BCE nicht zumuten würde: 4 Digi-Servos. Manche tun das aber und wundern sich dann über durchgebrannte Versorgerstufen. Ich würde auch dem Jazz keine 4 Digis zumuten, da selbst er im Notfall nicht genügend Energie zur verfügung stellen könnte. Diese Digis ziehen unglaubliche Enegie, wenn sie belastet werden. Aber genug, das soll jetzt nicht unser Problem sein.
Motor: da wird dir der mitgelieferte 450er jede Leistung bereitstellen, die du brauchst. Erst ein Wettbewerbspilot könnte vielleicht noch etwas Fescheres wollen. Ergo: das kannst du lassen wie es ist.
Gyro: Der LTG ist erwiesenermaßen dem 401er ebenbürtig und in manchen - nicht unwesentlichen - Belangen sogar überlegen.
Ich möchte jedoch hinzufügen, dass du, sofern du dich für das analoge FS61 entscheidest, manigfache Alternativen für kleines Geld hättest.
Ich habe auf meinem Tom-Rex einen Graupner A510-G HL montiert und bis auf die Temperaturdrift kurz nach dem Start (danach nimmer) kann der Gyro allemal noch viel mehr bewältigen als ich von ihm fordere.
Aber gut, ich gehe mal davon aus, dass du grundsätzlich das Feinste willst, und das ist derzeit der 2100er für's Geld.
Warum nun Carbonitgetriebe bei den TS-Servos? Ganz einfach: wenn du wirklich das beste willst, führt kein Weg an diesen vorbei. Wieso? Weil diese Servos quasi "digital" sind. Entweder sie sind 100%ig in Ordnung und somit spielfrei, oder sie sind 100%ig im Arsch. Und das freundliche dran: Du weißt nach jedem Crash, was Sache ist! Bei dem MGs weißt du das nach dem 10. Crash jedoch nimmer! Denn glaube mir: ein MG-Servo widd zwar nie Karies bekommen, aber jeder Schlag aufs Getriebe verpasst der Mechanik ein Quentchen Spiel. Und ausserdem nutzt sich ein MG mit der Zeit einfach ab - gerade im hochbelasteten Heli-Betrieb!
Jedenfalls WERDEN die MGs nach einem Jahr oder so spürbares Spiel haben, sofern du nicht völlig absturzfrei geflogen bist.
Fazit: Spar dir die Kohle für die ohnehin teureren MGs und lege die Differenz stattdessen für 1-2 Ersatzgetriebe hin. Kostet dich 7 Euro pro Ersatz und versetzt dich somit in die Lage, JEDERZEIT mit 100%ig spielfreien Servos an den Start zu gehen.
Heckservo: Da lasse ich nicht viel über die FS61er kommen. Ich kanns nicht mit Sicherheit sagen, aber afaik hast du damit eines der, wenn nicht
das schnellste Servo am Heck. Und das ist wichtiger als ein teures Gyro zu haben. Ein schnelles Servo und ein 50-Euro-Gyro zusammen funktioniert. Kannste mir glauben, ich habs getestet. Aber ein besseres Gyro und ein normal-schnelles Servo funktioniert NICHT - kannste mir auch glauben, denn auch das habe ich getestet. Ob du nun das Digi oder das Analoge nimmst, ist eine Frage des Preises, denn funktionieren wird auch das Analoge perfekt, nur mit dem Vorteil, dass du dir nie Sorgen ums BCE machen musst und du einen Tick länger fliegen kannst. Deine Entscheidung. Ich habe beide Varianten im Einsatz und ich kann unter normalen Bedingungen keine Unterschiede erkennen. Bei beiden ist das Heck wie getackert.
Also ich würde das um mehr als 10 Euro günstigere Analoge nehmen.
LiPo: Da solltest du eigentlich nur 2 Typen in Erwägung ziehen: die 2500er SAEHANs oder die neuen H5 von Kokam.
Die SAEHANs sind unschlagbar leicht, günstig und hochkapazitiv. Die Flugzeiten, die du damit erreichen kannst, werden dich ziemlich unbeliebt auf dem Platz machen, weil du schier ewig am fliegen sein wirst - einfach Wahnsinn, wie lange die halten. Wiegen dabei aber weniger als manch andere mit 2100!
Eine Alternative wären die teuren H5, die man dafür mit 2C wieder vollpushen kann. Gewicht und Kapazität liegen im normalen Bereich und sie kosten halt ein Schweine Geld. Du zahlst für eine 2100er H5 in etwa das gleiche wie für den 2500er Saehan. Aber: die 2500er bietet ihre Kapazität bei demselben Gewicht und Preis wie die 2100er H5.
Sagen wir mal so: wenn du vor Ort die Möglichkeit hast, grenzenlos nachzuladen, könntest du mit 3 H5-Akkus nahezu pausenlos fliegen. Aber genau das Nachladen wird in der Praxis schnell mal zum Problem!
Ergo würde ich lieber 2-3 SAEHANs für das Geld kaufen und später einfach noch welche dazuordern, wenn das Geld es wieder erlaubt. Denn schon mit nur 3 SAEHANs hast du schon eine Stunde zu tun, alle leer zu bekommen!
Nun noch was zum Modell selbst: Der D-CCPM hat einen einzigen, winzigkleinen Konstruktionsfehler, der sich aber ohne große Mühe beseitigen/umgehen lässt: die verwendeten HS 65 (und auch fast alle anderen gebräuchlichen Servos) sind etwas zu hoch. Somit streift bei normaler Montage das hintere TS-Servo am Riemenrad für den Heckriemen.
Das zu umgehen hast du 2 Möglichkeiten: Entweder spannst du das Riemenrad vor der Montage in eine Bohrmaschine und schleifst ca. 1 - 1,5mm vom oberen Bund ab, oder - und das ist eleganter - du montierst die Servos einfach im äusseren statt im mittleren Loch der Servobefestigungen. Ich habe letzteres gewählt und das funktioniert einwandfrei. Wenn es bei dir soweit ist und es sollte Probs geben, sag Bescheid und wir bombardieren dich mit Fotos.
Tjo, das war's erstmal soweit.
