Danke Danke!
Ich bin auch begeistert, aber davon später.
Also, ein paar Worte und Bilder zum Bau des 325er SJM. Es ist schon die "V2" (SJM eben), stärkere HRW, stärkeres HZR, stärkeren Motor... was auch nötig ist. Ursprünglich waren HZR und HRW vom 290er vorgesehen, dabei ist dieses HZR in Modul 0.4 und 2mm Dicke schon da viel zu schwach. Der V2 hat ein 4mm HZR in Modul 0.6 - warum zum Geier gibt es bei SJM keinen Antrieb in Modul 0.5??? Außerdem hat der 325er endlich Standard-Blatt-Aufnahmen serienmässig.
Mir gefällt ja das SJM-Design: alles auf einer einzigen Platte aufzubauen. Der Kopf ist mit reichlich Kugellagern an allen Gelenken ausgestattet

und läuft spielfrei und leicht.
Der Karton ist recht klein, nicht viel größer als der des SJM-290 (400), den ich 2007 zusammengebaut hatte.
Im Karton findet man die vormontierten Baugruppen: Chassis mit Haube, Hauptrotorkopf, Heckrotormechanik mit Heckrohr sowie einiges an Teilen.

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Zum Lieferumfang gehören 325er Carbon-Blätter (2 Paar), Kunststoff-Heckblätter und ein BL-Outrunner mit einem 40A-SJM-Steller.
Der Zusammenbau gestaltet sich überraschend einfach. Die Hitec HS-65HB die ich für die Taumelscheibe gewählt habe, lassen sich bequem befestigen. Im SJM-290 waren sie eine Winzigkeit zu groß.
Um den Hauptrotorkopf anzubauen, wird der Main Stand mit vier Schrauben an die Bodenplatte angeschraubt. Auf diesen wird später der obere Servo-Halter geschoben. Der untere ist bereits montiert. Jetzt kann schon der Hauptrotor in den Main Stand eingeschoben werden, wozu das HZR vorher von der Seite durch das Chassis in Position geschoben wird. Dann kommen die Servos dran, worauf auch der obere Servohalter festgeschraubt wird.

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Der Rotorkopf kommt ziemlich massiv daher. Alles deutlich stärker ausgeführt, als ich es vom Barracuda oder vom SJM-290 kenne. Die Anlenkhebel für die Taumelscheibe sind auch schon mit Kugelköpfen (mit Muttern an der Verschraubung!) ausgestattet. Die Kugelpfannen waren beim 290er qualitativ eher schwach und leierten sehr schnell aus. Die hier sehen viel stabiler aus - die Zeit wird's zeigen. Mir gefällt auf jeden Fall die Befestigung mit Muttern, statt direkt in die Servo-Arme einzuschrauben. Das macht einen deutlich stabileren Eindruck.
Die Servos sind sauber unter der TS positioniert, die Anlenkung erfolgt also gerade und direkt. Die Servo-Arme müssen allerdings ziemlich gekürzt werden. Da der 325er einen sehr großen Pitchbereich hat, braucht man also ziemlich kräftige Servos, Carbon oder Metallgetriebe sind hier sehr sinnvoll. Sorry, ich find' den Look so geil, daß ich gar nicht genug Bilder machen konnte *g*:

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Als nächstes kommt der Motor dran. Hier hatte ich ein Problem: Abgeflachte Motorwelle und Ritzel mit 2 Madenschrauben - aber wenn ich das Ritzel "normal" montiere, muss ich es so weit auf die Welle schieben, daß die Madenschraube nicht auf der Abflachung sitzt - sonst ist es nicht auf der Höhe des HZR. Ich hab es also andersrum montiert... *g*. Die Folge zeigte, daß das kein Problem darstellt.

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Damit ist das Chassis auch schon fertig und das Heck kann dran. Das Heckrohr wird durch zwei Halterungen befestigt, Abstützungen gibt es nicht. Der Heckriemen kommt um die Riemenscheibe und diese auf die HZR. Die Scheibe wird mit einer großen Schraube und selbstsichernder Mutter befestigt. Das HZR ist natürlich mit einem Freilauflager ausgestattet. Der Heckrotor ist also an den Hauptrotor gekoppelt und nicht wie beim 290er an den Antrieb. Nachteil dieser Variante ist, daß man das Heck nicht mehr mit wenigen Schrauben komplett montiert und gespannt ausbauen kann.
Die Heckmechanik ist vom SJM-500 und entsprechend massiv ausgeführt. Das Design ist das eigensinnige des 290ers, was auch da schon ausgesprochen spielfrei funktioniert. Aber im Gegensatz zum 290er sind deutlich größere Heckblätter montiert und PMG's sind auch serienmässig dran.

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Sehr pfiffig: für alle Verschraubungen, an die man eigentlich schwer rankommt, sind stylish Öffnungen im Chassis angebracht. Zum Beispiel durch das Landegestell für die Verschraubung des Heckritzels.
Tja, und da steht er auch schon, mechanisch fertig. Ich hab die Servos gleich zum Einbau schon in Mittelstellung gefahren. An diesem Punkt fiel mir auf, daß die Rotormechanik zwar schon gerade ausgerichtet ist, aber ziemlich tief steht, also in Nullstellung deutlich negativen Pitch hat. Ansonsten ist die Mechanik ab Werk offenbar sauber eingestellt.
Als nächstes muss natürlich die Elektronik rein.
Der mitgelieferte Motor und der Regler sind bereits mit 2.5mm Goldsteckern ausgestattet, sauber verlötet und farblich verschrumpft. Batterie-Kontakte sind keine dran. Nachdem das erledigt ist, musste ich mir erstmal einen Platz für den Regler überlegen, denn dafür ist explizit keiner vorgesehen. Ich habe ihn unter die Akkurutsche gepackt, wo er zusätzlich durch die Klett-Bänder gesichert ist.
Für den Empfänger ist ein eigenes Board vorgesehen, daß unterhalb angeklipst wird - an Kugelköpfen... interessante Bauweise. Die Arme musste ich aber alle einstellen. Dafür sitzt diese Konstruktion nachher bombenfest. Der Gyro kommt typisch oben auf die Heck-Halterung. Die Heck-Schub-Stange ist übrigens auch Carbon. Die Kabel zu verlegen war kein Problem, nur am Heck ist wie immer zuviel Kabel über.

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Jetzt noch die Blätter dran und schon ist er fertig montiert - der neue SJM. Schick sieht er aus:

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Stolze 890g bringt er mit dem 2200er Akku auf die Waage - mehr oder weniger. Ein ganz schöner Brocken - ich brauch stärkere Akkus, 15C oder 16C sind da jetzt überfordert. Ich denke aber, 3000er 15C oder gar 4000er 15C reichen dann wieder...
Die klappbare Haube ist ein Gimmick. Übrigens kein Joghurtbecher-Plastik, sondern Glasfaser. Die Akkurutsche ist mit Klettband beklebt, drei entsprechende selbstklebende Klettstreifen für Akkus liegen bei. Der Akku wird zudem noch mit zwei Klettbändern festgezurrt. Da verrutscht nichts mehr, zumal die Haube geschlossen und mit Klettband gegen Öffnen gesichert wird. Die Kabel vom Regler habe ich zwischen Motor und Haube nach oben geführt, so daß ich den Akku einlegen, die Haube schließen und dann die Kabel anstecken kann.
Womit endlich die Justage kommt. Ich mach's ja frei Auge

und mit der WK0701. Ist ein Kinderspiel so... also Blätter nach vorn anklappen, Funke auf 3D-Modus, Pitch mittig. Wie schon vermutet deutlich negativer Pitch ab Werk. Also die Anlenkstangen der Taumelscheibe verlängert, bis die Blätter waagerecht stehen. Parallel sind sie ab Werk schon eingestellt. Das war in wenigen Minuten erledigt. Trockentest: Die Mechanik wird von den HS-65HB schnell und leichtgängig bewegt - ohne Winkelmesser geschätzte 30° in jede Richtung! Da muss noch Travel-Adjust her sonst haut mir der Heli beim Erststart ab wie vom Katapult geschossen!
Heck-Pitch einstellen ist ja auch keine Hexerei mehr (und jetzt keine dummen Kommentare über das SG-90 am Heck - mein AFC11BB ist mir gestorben.)
Tja, und dann kommt das Herzklopfen: der erste Test. Rauf auf den Drehteller und Gas auf Minimum - und los geht's! Der Motor dreht sanft an (gar nicht übel, der SJM-Steller) - und wird arg laut. Nicht schön! Also wieder runter und Sichtkontrolle: Zahnflankenspiel zu knapp. Naja, wenn das alles ist... also Motor eine Idee weiter weg und nochmal: JA! Jetzt läuft er rund.
Also raus an die Luft. Viel Platz hab ich ja nicht und es ist schon zu spät für was "Richtiges". Aber egal!
Gaskurve wieder hoch, Heli an und Gas geben. Er dreht an und hebt bei Knüppelmitte zügig aber sanft und ruckfrei ab - und schwebt sauber vor mir - das muss aber erstmal reichen.