Hilfe ! Nachdem ich beim ersten Heli dachte es liegt an ihm,
muß ich nun beim zweiten fesstellen , daß es an mir liegt !
Ist es überhaupt möglich , gerade nach oben zu steigen und auf der stelle stehen zu bleiben ?
Egal wie ich das Ding trimme, egal wie langsam ich starte , der Heli rutscht auf den Fliesen immer nach links .
Wenn ich den Trimmer aber nach rechts stelle und mehr Gas gebe , dann kippt der Heli sobald er den Boden verläßt nach rechts.
Also haben Die Jungs in den Homevideos immer bessere Geräte oder
was !?
Muß ich wohl erst mal nen 10.000 qm großen Parkplatz aufsuchen , Gas geben und den Heli dann Rutschen lassen ? Ist unser 60 qm großer Raum eh zu klein ?
Selbst mit dem Simulator schaffe ich es nicht auf der Stelle zu bleiben .
Der Heli stürzt mir aber dort nicht mehr ab, allerdings wird er sehr schnell und ich muß aufpassen das er mir nicht abhaut !
Bitte gebt mir Tipps wie ich mich über das Herumrutschen hinaus am besten weiterentwickeln kann , ohne den neuen Heli zu zerstören und sagt mir, ob die Symptome normal sind ? Danke
Beim Simulator komme ich immer ohne das Gieren klar !
Ist das normal ? Ich fliege im Simulator immer um mich herum
indem ich vorsichtig das Rollen benutze !
... und im Bodeneffekt is das noch verstärkt.. Also einfach nen ruck geben und nen bisschen mehr Gas geben, schön gegensteuern und sobald du in der Luft bist, ist es so gut wie weg!
Solang Du keinen Gyro mit Headinghold hast (der steuert das Heck so an , dass es immer in die gleiche Richtung zeigt, bis Du ein Steuersignal gibst), wirst Du wohl oder übel immer ein bisschen korrigieren müssen, weil Du meistens nicht ausreichend genau trimmen kannst, oder das Heck auch durch andere Einflüsse schnell mal ein bisschen gedreht wird.
Wenn ich meinen Heli am Rotorkopf halt und versuche nun das Heck in eine Richtung zu drehen, dann geht der Heckrotor an und steuert dagegen !
Hab ich so nen Gyro ?
Das macht jeder Gyro. Wenn Du den Heli drehst, und er eine Steuerbewegeung macht und danach in Ausgangslage zurückgeht, ist es ein normales Gyro. Wenn er aber in der Lage bleibt bis Du ihn zurückgedreht hast, ist es ein HH-Gyro.
hi! das sind ganz normale anfängerprobleme! hab/hatte ich auch...
ich übe von anfang an in unserem flur, und der ist maximal 2,5 meter breit.. also das ist durchaus möglich. so ab einer höhe von 10, 20 cm wird der ruhiger. und dann noch n stück höher und du brauchst wesentlich weniger gegensteuern.. aber dass du nur gas geben brauchst und das ding schwebt für dir hin kriegste wohl nur im simulator hin!
Sehr richtig. Üben ist die einzige Möglichkeit, damit zurecht zu kommen.
Am besten mit Trainingsgestell zuerst im Freien (auf Asphalt oder anderer glatter Oberfläche) bei Windstille. Sonst kannst Du versuchen, den Heli an den Boden anzuleinen. Hat mir am Anfang sehr geholfen, bis sich der Heckrotor im Seil verfangen, und das Hauptzahnrad dabei beschädigt hat.
adream25 hat geschrieben:Beim Simulator komme ich immer ohne das Gieren klar ! Ist das normal ? Ich fliege im Simulator immer um mich herum indem ich vorsichtig das Rollen benutze !
dann musst du dir ma ein anderen heli besorgen für den sim
@adream25: Simulatoren simulieren immer nur ein Mindestmass an physikalischen Einflüssen, welche nötig sind, um den gewünschten Effekt zu erzeugen. Dadurch bedingt fehlen immer Einflüsse, die in der Wirklichkeit aber nunmal vorhanden sind. Bei FMS beispielsweise kannste selbst mit ´nem DF4 in den Rückenflug gehen. Der kennt nur kollektiven Pitch in der Simulation. Hinzu kommt, dass der selbst bei leichten Windverhältnissen in FMS regelrecht "vom Winde verweht" wird. Man muss einfach nur warten, dann hebt der da schon von allein ab (eher wie´n Ahornblatt im Sturm). Nur man kann die Physik ja mit Schiebereglern abändern. Wenn Du in FMS mit dem "ThreeDee" oder T-Rex geübt hast, dann könnte ich verstehen, wenn Du vom DF4 in der Realität einen Schock bekommst. Für FMS gibt es den (nennt sich dragonfly-agro, weiss nicht woher ich den hab, fliegt wie ein DF4, wo der Rotor unsauber eingestellt ist).
@ZwergNase: Heading Lock/Hold ist so nicht ganz korrekt erklärt. Denn Ohne oder mit HL/H richtet der Gyro das Heck aus, wenn es aus der ursprünglichen Position gedreht wird. Nur ein Gyro misst die Kräfte und gibt einfach den nötigen Gegenimpuls, um quasi kräftemässig wieder auf ein +-0 zu kommen. Das sollte im günstigsten Fall so schnell erfolgen, dass das Heck kaum aus der Position herauskommt. Mit HL/H bekommt der Gyro ein "Gedächtnis" aufgeflanscht. Deren Chip speichert die Hecklage und steuert das Heck in die ursprüngliche Lage. Wird ein Steuerimpuls vom "Piloten" gegeben, löscht und justiert sich die Schaltung erneut.
Technisch macht aber ein HL/H oder ein überpräziser Gyro nicht immer einen Sinn. Beim DF4 ist das Heck einfach zu träge. Will heissen: Es setzt Steuerimpulse nicht schnell genug und auch nicht präzise genug um. Daher macht ein akkurater Gyro das Heck zu einem zappelnden Pendel. Daher unterschlägt man beim DF4 einfach kleinere Kräfte und lässt das Heck lieber "durchrutschen". Beim DF36 wäre das wiederum anders. Da kann ein Gyro gar nicht präzise genug sein. Immerhin hat der wiederum ein Heck, welches die Steuerimpulse präziser und schneller wiedergibt.
Beim Festpitch Heli muss man aber auch noch bedenken, dass sich der Drehmoment und die Drehzahl oft ändern. Koll. Pitchhelis sind da gleichmässiger.