Wenn ich einen Heli festzurre können die Vibrationen vom Rotorkopf nicht mehr ohne weiteres vom Rest des Helis aufgenommen werden.
Das hat zufolge das die Lagerung der Hauptrotorwelle(n) bis zur Berstgrenze belastet wird. Anhand des Verlaufs der auftretenden Brüche können Rückschlüsse gezogen werden, wo statisch optimiert werden muß.
Den hat keiner nur mal zum Spaß hingerichtet oder?
Wenn das falsch ist was ich hier schreibe, wirst Du das schnell wissen.
Warum? Weil Sniping Jack mich dann sorgfältig in alle Einzelteile zerlegen wird.
Das Festzurren ist das eine aber wenn der Heli gerade in Eigenresonanz von den Rotoren angeregt wird, schaukelt sich das Ganze auf. Ist bei jedem Motor nicht anders, daher werden die möglichst so ausgelegt, dass die Eigenresonanz über der Erregung liegt. Ist dies nicht möglich, sollte diese Frequenz so schnell wie möglich durchfahren werden.
ich stell meine Helis an nem ausgedienten Plattenspieler ein, wo ich die auch festschnalle. Aber so wat krasses habsch da noch nicht erlebt. Wahrscheinlich, weil die Drehbewegung vom Plattenteller einiges ausgleicht, obwohl ich mir jetzt doch Gedanken mache, obs nicht ne andere Lösung gibt, den Heli zu befestigen. Bin für Tips offen, falls jemanden was einfällt,
Sowas ähnliches ist mir auf meinem "Einstellteller" auch schon mal passiert!
Er war ordentlich festgeschnallt und beim starten hat er anfangs normal angefangen zu laufen und irgendwann hat er sich aufgeschaukelt und das einzige was ich in dem Moment nach dem ersten Schreck noch machen konnte war "Notaus" und zusehen...
Da sind mächtige Kräfte am Werk! Es hat die Hauptwelle verzogen und die Lager ziemlich belastet!
Seit dem halte ich ihn auf dem Teller immer noch am Landegestell etwas fest um die Schwingungen beim starten zu dämpfen. Wenn er dann läuft ist's gut.
Wenn er normal auf dem Boden steht und ich ihn starte, läuft er ohne Vibrationen hoch. Vermutlich verstärkt das Federstahllandegestell den Effekt wenn er festgezurrt ist...???
Jungs, ihr braucht doch die Befestigungen auf den Drehtellern doch nur formschlüssig gestalten, so dass der Heli sich zwar noch drin bewegen kann, aber nicht abhauen. Dann gibbs auch keine fatalen Resonanzen.
Einfachste Lösung: 4 kleine Holzböckchen ZWISCHEN den Kufen, auf einer Seite fest mit einer Leiste horizontal überhängend abgeschlossen und auf der anderen Seite bewegliche Leisten, die man wegdrehen kann. Dann wird der Heli auf der einen Seite mit den Kufen eingefädelt und auf der anderen Seite die Latten über die Kufen gedreht. Nun kann der Heli sich noch ein wenig bewegen und somit die Vibrationen weder auf die Unterlage weitergeben noch sich selbst in verstärkte Eigenresonanz verfallen.
Hallo zusammen,
das was hier passiert ist nennt man Bodenresonanz. Das kann theoretisch bei jedem Hubschrauber auftreten. Selbstverständlich sind manntragende Helis so ausgelegt (Schwenkdämpfer, Landewerksdämpfer, Auslegung der Schwenkeigenfrequenz) dass das unter normalen Bedingungen nicht passieren kann.
Wie kommt es zur Bodenresonanz: Bodenresonanz ist eine Interaktion von Huschrauberzellen- /Landewerksbewegung und Rotor -Schwenkbewegung. Die Schwenkbewegung des Rotorblattes ist die Vor-und Zurückbewegung des Rotorblattes in der Drehebene. Wenn z.B. bei einem Rotor ein Blatt nach vorne schwenkt und das andere zurück bewegt sich logischerweise der Rotorgesamtschwerpunkt aus der Drehachse, was zu einer Unwucht führt. Diese Unwucht kann dazu führen, dass die Hubschrauberzelle sich so bewegt, dass sich das Ganze möglicherweise in Sekundenbruchteilen so aufschaukelt, dass der gesamte Hubschrauber zerstört wird.
Abhilfe dagegen schaffen z. B. Schwenkdämpfer oder Seile, die beim Dreiblattrotor der Alouette zwischen den Rotorblättern verspannt sind und somit verhindern, dass die Roroeblätter in verschiedene Richtungen schwenken.
Grüße
Walter
P.S.
Lieber Guido,
das hat auch nichts mit genauem Festschnallen zu tun, sondern einzig und alleine mit den Frequenzverhältnissen von Rotorschwenbewegung und Zellenbewegung am Boden, wobei auch eine feste Einspannung oder eine feste Einspannung an einem wabbeligen Drehteller die Frequenzverhältnisse ungünstig beeinflussen kann.