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Lebensdauer eines Helimotors

09.01.2010, 12:02

Hi Leute,

Da der Robbe-Ornith mein erster Verbrennerheli ist, wüsste ich gerne mal, wie lange (in Litern) solch ein Methanolmotor im Heli denn so durchschnittlich lebt?

Ich fliege den Ornith jetzt seit einem Jahr und mein Motor ist ein Magnum XLS 46 Heli, welcher jetzt knapp 50 Liter Sprit mit wenig Nitro durch hat, was nicht ganz 45 Flugstunden entspricht.

Der Motor läuft eigentlich noch wie am ersten Tag. Sollte ich den Motor nach 50 Litern schon austauschen (der Heli ist eh gerade für Wartungsarbeiten auf der Bank), oder schaft er noch eine Saison?

Wie sind denn so Eure Erfahrungen, was die Lebensdauer von Helimotoren angeht? Wäre nett, wenn Ihr auch schreibt, welchen Sprit ihr benutzt. Vielleicht kann man da ja irgendwelche Tendenzen draus erkennen...

Viele Grüße,
Micha

09.01.2010, 12:02

09.01.2010, 16:14

Hallo Micha,
eine Tendenz wird schwer zu finden sein, da es zuviele Einflußfaktoren gibt. Ich habe z.B. meinen ersten Verbrennermotor schon nach 20 Litern geliefert. Grund: Überhitzung durch falsche Einstellung (vermutlich).
Was das Wechseln betrifft:
wenn Du mit dem Motor zufrieden bist und er nicht überhitzt und noch schön rund läuft, dann laß´ ihn einfach drin.

Gruß

Dirk

09.01.2010, 23:53

Hallo Micha,

ich würde den Motor mal aufmachen und nach Verschleiß durchschauen, wenn er keinen bedenklichen Verschleiß hat und gut läuft, drin lassen.

Mir hat ein fortgeschrittener Heliflieger auf die Frage mal gesagt, ca. 80l, dann würde man ein nachlassen der Leistung deutlich merken, auch wenn er noch gut anspringt. Ich weiß nicht genau ob das so ist, die habe ich noch nicht durch.

Aber das ist wie Dirk schon schreibt, in erster Linie davon abhängig wie Du den Motor fliegst.

Warmlaufen lassen und keine ausgedehnten Volllastorgien können da schon Wunder wirken. Aber noch wichtiger ist, trocken lagern den Motor. Sonst rafft ihn vor Ablauf der "Dienstzeit" die Korrosion durch das Nitro dahin.

Meiner wird mit 20% Nitro befeuert, das ist für mich die Grenze des bezahlbaren. Man tut ja mit dem Nitro dem Motor auch nicht nur Gutes. :roll: Mit mehr geht er sicher besser, aber das Fliegen wird auch zu teuer. Mit 15% empfand ich den Motor als nicht wirklich agil und er sprang auch etwas schlechter an.

Ich fliege den selbstgemischten Methanolsprit von Modellbau Engel mit 17% Synthglow Oel, das raucht nicht so stark. Ich mag den Qualm nicht so, so ein kleiner Hubschrauber soll bei mir nicht so eine Nebelwolke fabrizieren.

Gruß
Michael

20.01.2010, 19:22

:n156: Über eine Antwort hätte ich mich schon gefreut. :(

20.01.2010, 20:04

Auf welche Frage denn? :n156: :n169:

20.01.2010, 20:46

Sniping-Jack hat geschrieben:Auf welche Frage denn? :n156: :n169:


Zum Beitrag, sorry, hatte ich falsch formuliert.

20.01.2010, 23:17

Hi Michael,

Eure Posts haben mir sehr geholfen. Danke! Jetzt weiß ich, dass der Motor noch lange nicht am Ende ist und er bleibt drin! :D

Allerdings hatte ich schon auf etwas mehr Posts und Erfahrungen der anderen Piloten gehoft. So, dass man auch mal was von anderen Motoren hört, wie zb. OS, Redline, etc.. Scheinen nicht so viele Nitroflieger hier im Forum zu sein.

Habe den Motor gerade ausgebaut, da der Topf eh mal wieder lose war und habe mal seine Innereien gecheckt. Noch sieht man keinen Verschleiß, allerdings ist auf der Kurbelwelle ganz, ganz wenig Rost zu sehen. Ich habe sie jetzt mal in WD40 eingelegt. mal sehen ob´s was bringt...

Ich glaube aber, ich habe ihn diese Saison immer etwas zu fett betrieben, aus Angst das er hops geht.

Aber die nächste Saison muss er mal richtig ran! :wink:

Viele Grüße,
Micha

21.01.2010, 09:06

Hallo Micha,

ja Du hast recht, die Nitroflieger gehören auch hier aufgrund der ständig fallenden Lipopreise wohl bald der Vergangenheit an. :roll:

Nur wer Verbrenner wirklich mag, hält noch an der Technik fest, so wie z.B. Du und ich. :wink:

Soonhaeng fliegt in seinem Heli (Raptor) einen Redline, allerdings ist er nach meiner Einschätzung mehr mit dem T-Rex 600 unterwegs als mit dem Raptor.

Da die anderen Hersteller mittlerweile mit 50er Kraftpaketen nachziehen, wie z.B. OS 55 ist der Redline bei mir etwas aus dem Fokus geraten.

Am liebsten würde ich den 50er auf Benzin umrüsten, aber das ist Zukunftsmusik und im Moment nicht wirklich dringlich.

Gruß
Michael

21.01.2010, 09:16

Sunflyer70 hat geschrieben:Ich glaube aber, ich habe ihn diese Saison immer etwas zu fett betrieben, aus Angst das er hops geht.

Um sicher zu sein, dass er nicht zu mager läuft solltest du die Zylinderkopftemperatur messen.
Begrenzt liefert auch die "in den Kurbelgehäusedeckel fass Methode" brauchbare Ergebnisse.
Ich bin zwar auch Verbrennerflieger hab aber auf deinen Beitrag nicht geantwortet weil die Einflussgrößen einfach zu vielfältig sind und man da wirklich sehr schwierig eine Aussage machen kann. Das musst du einfach an Hand einer signifikant abfallenden Leistung beurteilen.

22.01.2010, 01:20

@Walter: Ich bin nicht so der Temperatur-Sensor-Typ. Mehr der Kurbelwellengehäuse-Anfasser und "aufs Gehör Verlasser". Ich wollte bei dem Thread ja auch keine wissenschaftliche Begründung für die Lebensdauer eines Helimotors unter der Berücksichtigung aller Einflussfaktoren. Ich wollte einfach nur wissen, wie lange bei Euch so ein Motor hält, und da wären halt einfach viele Antworten schön gewesen. Also konkret: Wieviele Liter/Stunden hat denn dein letzter Motor geschafft?

@Michael: Ich glaube für 50er helis gibt´s keine vernünftige Benzinumrüstmöglichkeit. Eher für 90er. Was gefällt Dir denn an den Methanolern nicht?

Viele Grüße,
Micha

22.01.2010, 09:52

Sunflyer70 hat geschrieben:
@Michael: Ich glaube für 50er helis gibt´s keine vernünftige Benzinumrüstmöglichkeit. Eher für 90er. Was gefällt Dir denn an den Methanolern nicht?

Viele Grüße,
Micha


Jepp, der ZG20 will noch nicht so richtig in den Raptor passen, man müßte dann auf den Radikal G20 Heli wechseln, was ich nicht wirklich will.
Der Raptor 50 Titan ist optisch für mich immer noch einer der schönsten Helis. Allerdings aus meiner Sicht, das muß nicht für jeden gelten.

Was mir an den Methanolern nicht gefällt, sind die Spritpreise, die immer weiter in die Höhe schnellen und natürlich die Flugzeiten und der Verbrauch.

Im groben Vergleich:

mein 50er Titan bei softer Gangart mit wenig Drehzahl Flugzeit = 15min.
Ein Benziner der gleichen Größe (z.B. Radikal G20) Flugzeit = 30min.
Er verbraucht sozusagen die Hälfte an Sprit, das ist schon mal 'ne Ansage.
(Bitte nicht überbewerten, das sind ca. Angaben)

Beides mit der gleichen Menge geflogen macht der Benziner zusätzlich weniger Qualm. Dafür ist er dann nicht ganz so agil wie ein Methanoler, aber das würde ich in Kauf nehmen.

Langfristig soll es bei mir noch einen 90er geben. Dieser soll auch ein Verbrenner werden, weil ich mir nicht so dicke Akkus zulegen will und weil das Fliegen eines Verbrennerhelis in der Ecke in der ich lebe, eher Begeisterung :shock: :D als Empörung auslöst. Da habe ich noch richtig Glück. 8)

22.01.2010, 10:06

Sunflyer70 hat geschrieben:Wieviele Liter/Stunden hat denn dein letzter Motor geschafft?

Kann ich dir leider nicht beantworten, weil ich bisher noch keinen "geschafft" habe: zuerst hatte ich einen gebrauchten TT50 drin, Flugzeit bei mir ca. 20Ltr.
Danach hab ich auf nen OS Hyper (auch gebraucht, aber nur ca. 5Ltr gelaufen) umgerüstet. Flugzeit bei mir bis jetzt auch ca. 10Ltr
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