Potzblitz!
Wegen dem Wegdrehen: Du hast jetzt VIER Blätter, die zwar jedes für sich nun weniger Anstellwinkel für's Schweben (und natürlich auch sonst) benötigen, aber der Grundluftwiderstand hat sich halt doch verdoppelt.
Das heißt jetzt nicht, dass du doppelt soviel Heckmoment bräuchtest, da der Grundwiderstand im gegensatz zum Widerstand des Anstellwinkels gering ist. Aber sooo wenig ist es nun auch wieder nicht, der Heckrotor merkt das durchaus - speziell, je kleiner der Heli ist und je höher die Systemdrehzahl. Große Heli haben damit durchaus weniger Probleme.
Ich würde entweder breitere Heckblätter probieren (ist wohl am einfachsten) oder auch hinten eine 3 oder 4-Blattrotor in Betracht ziehen. Weiß nur nicht, ob es für nen 450er sowas gibt. Beim 500er sähe es schon wieder besser aus, da gäbe es mindestens einen 3-Blatt.
Wegen V-Stabi: Teures Vergnügen, bei dem dann doch der Größte Teil brachläge, was den Stabi so teuer macht. Ich habe - wie du weißt - den GU-356 drin und ich bin
sehr zufrieden. Ich dachte zwar zunächst, der Heck-Gyro ist nicht der Bringer, aber dem ist nicht so und ich hatte auch nirgens gehört, dass der Gyro mies wäre.
Vielmehr habe ich zum Teil schon eher, zum Teil gerade erst herausgefunden, wo noch überall Vibrationen lauerten, die mir entgangen waren: Heck: Die HR-Blades waren nicht gut genug gewuchtet (meine Schuld) und sorgten dafür, dass der Heck-Gyro nicht ordentlich arbeiten konnte. Bei entnommener Mechanik konnte man sehen, dass das Heckservo zitterte. Das ist das sichere Zeichen, dass es im Flug ebenfalls nie richtig gut funktionieren würde.
Das zweite ist folgendes: Wenn man aus dem Schweben geht und zügige Fahrt aufnimmt, oder gar in einen Loop geht, wie viele es getan haben mit dem GU, dann nehmen die Vibrationen systembedingt zu. Das kann man dann nur durch eine weichere Kopfdämpfung und/oder geringere zyklische Ausschläge vermindern. Auf gut deutsch: Solange du deinen HR wseich einhängst und du scalemäßige Ausschläge fliegst, wirst du mit einem excellent arbeitenden GU-356 belohnt werden.
Anbei: der GE verträgt durchaus ein gewisses Maß an Systemvibrationen, aber keinesfalls, wenn die Mechanik auf einer der Resonanzfrequenzen durchgeschüttelt wird. Was zuviel ist, ist zuviel. Man sollte bei den kritischen Usewr-Bewertungen in den Foren bedenken: Der GU wird doch am allerliebsten von "Sparern" eingesetzt, die dann aber meinten, damit alles mögliche fliegen zu können und meist auch eher weniger gut aufgebaute Mechaniken zugrunde lagen. Da helfen dann auch die berümten Münzen auf dem GU nicht mehr viel. Im Loop hat der Heli nunmal Vibrationen, was der GU mit Unterschneidung quittiert. Selbiges Verhalten kann man auch mit Vollgas-Speed provozieren.
Aber all das muss dich ja nicht anfechten. Solange dein Scaler halbwegs ruind läuft, werkelt auch der GU einwandfrei. Und er ist halt auch jederzeit und ohne ein dickes Handbuch in Sekundenschnele konfiguriert und feinangepasst. man will ja fliegen und nicht an winzigen Displays oder am Laptop fummeln.
