Modellunabhängige Sender, Empfänger & Servo Probleme
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Servomitten-Einstellung an Computer-Sendern

30.11.2007, 16:11

Hallo,

nach dem Standard-Verfahren soll man vor der Längen-Justierung der Taumelscheiben-Anlenkstangen erstmal die Servos elektrisch und mechanisch in Neutralstellung bringen.
Elektrisch geht das so, dass man bei Steuerknüppel in Mittelstellung den Sender, dann den Empfänger einschaltet und einen Moment wartet, bis die Servoachsen nach einer kurzen Bewegung in Ruheposition = Neutral gehen.

Setzt man jetzt die Servoarme auf, ist es i.d.R. leider so, dass sie wegen der relativ groben Verzahnung nie genau waagrecht bzw. nie genau senkrecht stehen. Da sucht man dann die Position der geringsten Abweichung, das können aber durchaus mal 15 % Servoweg sein.

Zum Glück kann man jetzt, um am Beispiel zu bleiben, an modernen Sendern die Servo-Mitte verschieben (das wären hier 15 %), so dass der Arm mechanisch wieder waagrecht bzw. senkrecht steht.

Nun stünden aber in dieser Richtung nur noch 85 % Servoweg zur Verfügung - man muß deshalb den Servoweg insgesamt grösser stellen, hier also auf 100 + 15 = 115 %. Nur so hat man, von der verschobenen Mitte aus gerechnet, wieder volle 100 %.

Das hat aber zur Folge, dass der Servoweg nach der anderen Seite jetzt unnötig größer geworden ist. Nun bieten die mx-16s und vermutlich auch andere Computer-Sender die Möglichkeit, den Servoweg unsymmetrisch einzustellen.

Nach dieser langen Vorrede setzt endlich meine Frage an :) :
Macht es irgendeinen Sinn, an der gegenüberliegenden Servorichtung, wo durch die Mitten-Verschiebung zu viel Weg entstanden ist, diesen durch die Unsymmetrisch-Funktion zu reduzieren? Im Beispiel wäre das auf 85 %, weil ja die 15 % jenseits der ursprünglichen Mitte wieder dazukommen. Kommt man mit diesem eigentlich logischen Eingriff ggf. dem Taumelscheibenprogramm ins Gehege?

Gruß + Spaß am Nachdenken,
Wilhelm

30.11.2007, 16:11

07.12.2007, 13:35

Um das Thema mal mit meinem D(irty)F(ingers)37AL zu erklären:

Den vollen Servoausschlag zu benutzen würde heißen, dass ich mit einem Pitchbereich von -15° - 15° fliegen würde, ausserdem könnte ich bei PITmin keine Steuerbefehle mehr ausführen, weil die Taumelscheibe auf der Domplatte liegt. Nick und Roll im Vollausschlag würden mir die Hauptrotorwelle imaginär verbiegen und die Gestänge vorher schon von den Kugelköpfen springen.

Den Servoweg begrenzt Du also schon von vornherein, wenn Du Deine Pitchkurve einstellst, danach, wenn Du merkst, dass die TS bei zu großem Ausschlag hakt.
Deswegen ist die Servomittenverstellung völlig problemlos und ein Segen bei 120°-TS, weil man so alle Gestänge und Servos wirklich gleich laufen lassen kann!!!

Sollte ich etwas falsch geschildert/verstanden haben, so korrigiert mich bitte!!!!

Liebe Grüße
Peter

EDIT: Dem Mischprogramm ist es völlig egal, wenn Du ne Servomittenverstellung machst, weil DAS dann die Servomitte ist und der Mischer genau von dieser ausgeht!!!!

07.12.2007, 22:52

Nochmal mein "Problem", weil's vielleicht gar keines ist. Die Servohebel liessen sich leider nur in schiefen Winkeln aufsetzen, so dass ich die Mitte bis zu 19 % verschieben musste. Damit in der verschobenen Richtung dann immer noch effektiv 100 % Servoweg zu Vefügung stehen, hab' ich nochmal 100 % draufgepackt, beim Servo Nr. 2 also 119 % eingestellt.
Ich weiss schon, daß das einen Maximal-Pitchwinkel ergäbe, den man praktisch kaum nutzen wird / kann, aber ich wollte halt, dass erstmal rechnerisch alles stimmt...
Nach der, von der verschobenen Mitte abgewandten, Seite hätte man jetzt sogar 138 % Servoweg, mit entsprechend grosser Gefahr, dass mechanisch was anstösst / aufläuft. Drum hab' ich da (mein Sender ermöglicht unsymmetrische Servowege) auf 81 % reduziert, das sind von der verschobenen Mitte aus gerechnet, dann immer noch 100 % nach dieser Seite.
Aber vielleicht hätte ich mir diese "Mühe" sparen können, weil das 120 ° Taumelscheiben-Programm, wie DirtyFingers schreíbt, ohnehin nur von der tatsächlichen Servomitte ausgeht.
Bild

08.12.2007, 12:01

Hallo Bastler,
Dein "Problem" kann ich durchaus nachvollziehen. Mache ich genauso. Richtiger wäre jedoch anscheinend den entsprechend passenden Servoarm zu nehmen. D.h. die beiliegenden Arme haben eine minimale Versetzung, so daß irgendeines der Ärmchen bzw. Servoarme genau im rechten Winkel stehen soll. Das habe ich zumindestens letztens in irgendeinem Zeitschriftenbeitrag gelesen und habe es aber selber noch nicht ausprobiert. Kommt die Tage.

Gruß

Dirk

08.12.2007, 13:00

Silverwing hat geschrieben:Hallo Bastler,
Dein "Problem" kann ich durchaus nachvollziehen. Mache ich genauso. Richtiger wäre jedoch anscheinend den entsprechend passenden Servoarm zu nehmen. D.h. die beiliegenden Arme haben eine minimale Versetzung, so daß irgendeines der Ärmchen bzw. Servoarme genau im rechten Winkel stehen soll. Das habe ich zumindestens letztens in irgendeinem Zeitschriftenbeitrag gelesen und habe es aber selber noch nicht ausprobiert. Kommt die Tage.

Gruß

Dirk



Hallo das stimmt exakt was silverwing geschrieben hat.
und zwar bezieht sich das logischerweise auf die 4ärmchen-servohebel(superwort) :wink:

wie auch die sternförmigen(5) servoarme.

bei knüppelmitte(0°) wird das ärmchen auf der servoachse so häufig gedreht resp.angepasst bis eines der 4 oder 5 hebelchen(arme)passt.

das genaueste wird so belassen,vielleicht passt es exakt,das es waagrecht ist,sonst wird es im menu servomitte angepasst bis es 100%waagrecht steht :!:

je kleiner der servomitte-wert ist umso besser :!:

hab ich bei beiden rexen so gemacht und funzt einwandfrei :!:

gruss Thomas
Zuletzt geändert von tomtom70 am 28.12.2007, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.

...hinterher ist man immer schlauer

08.12.2007, 14:46

...hab', weil's besser aussah, an den 4-er Servosternen die 3 überzähligen Arme abgeknipst. Die waren wohl gar nicht so "überzählig " - ggf. hätte je einer davon eine (fast) waagrechte Grundstellung ermöglicht :? .
Jetzt werd' ich mal nach Ersatz-Servosternen / -scheiben Ausschau halten. Die 19 ° Mittenverschiebung an meinem TS-Servo Nr. 2 finde ich schon extrem und ich habe kein gutes Gefühl dabei.
Allerdings scheint's bei meinen (noch recht beschränkten) Flugkünsten in der Praxis keine Probleme zu machen.

08.12.2007, 18:06

Schau doch auch mal hier: http://www.iphpbb.com/board/ftopic-5894 ... 14306.html
1. Video

Gruß Pp

Servomitten-Korrektur, Spezial-Schieblehre für Anlenkungen

08.12.2007, 21:31

Das Video ist in der Tat recht hilfreich - u.a. die Aussage von Jens Glamann, dass man bei der Servomitten-Korrektur per Sender nicht weiter als 10 % gehen sollte. Das heisst, die 19 % bei meinem TS-Servo #2 sind, wie ich schon vermutete, echt zu viel.

Weiter fand ich interessant, dass es einen Zusatz für Schieblehren gibt, womit sich bei Anlenksstangen der genaue Abstand vom Mittelpunkt Kugelkopf-Pfanne zum anderen Pfannen-Mittelpunkt bestimmen lässt. So was suche ich (ganz sicher nicht als einziger) schon lange.

Weiss jemand, wo man so was kaufen kann ? Im zugehörigen Thread im "Nachbaruniversum" hab' ich dazu nix gefunden...
>> Gruß, Wilhelm

08.12.2007, 23:18

ja die hätt ich auch gern, ich werd die nächste Woche mal beim blauen C fragen. Ich sach dann hier bescheid.

Gruß Pp

14.12.2007, 15:05

Hab' jetzt bei den RC-Liner'n nachgefragt und folgende Antwort bekommen:
"Die Schieblehren-Zusatzteile gibt's bei freakware".
Unter RC-Modellbau \ Werkzeug weit runterscrollen.

Hab' nicht gecheckt, ob die Sponsoren unseres Forums das auch anbieten, wenn ja, könnten die ja ihre passenden Links melden...
>> Gruß, Wilhelm

14.12.2007, 16:02

Ahhh, Freakware, Beim großen C war nur :?: :?: :?: :?:

Gruß Pp

Kugelkopfpfannen anfasen / ansenken

19.12.2007, 21:51

Die Längen der Verbinder-Stangen sind in der Rex-450-Anleitung auf 0,5 mm genau angegeben. Beim Aufdrehen der Pfannen muss man aber auch drauf achten, daß sie später nur von einer Seite her (wo dann die angefaste Öffnung auf die Kugel trifft) aufgedrückt werden können.

Das bedeutet aber, daß in ca. 50 % der Fälle, von der richtigen Länge aus wieder 1/2 Umdrehung weiter oder 1/2 Umdrehung zurück gedreht werden muss, was dann die Soll-Länge leider verändert.

Ein anderer Hubi-Bastler hat mir heute gesagt, dass er grundsätzlich die enge Öffnung der Pfanne mit einem dicken Spiralbohrer etwas ansenkt / anfast. So kann er die Pfannen (natürlich mit der der Kugelkopfzange) von beiden Seiten her aufdrücken und so die Verbindungsstangen genauer ablängen und justieren.
>> Logisch, Denkanstoß, oder lieber nicht ?

Gruß, Wilhelm

28.12.2007, 08:23

...hab' die gleiche Frage mal im Nachbar-Universum gestellt, da kam folgende Antwort.
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