nach langen Einstellarbeiten lag mein Rex nun endlich ruhig in der Luft.
Da ich den Gyro unter die Heckauslegerbefestigung montieren wollte, zerlegte ich das Heck und musste beim Zusammenbau den Zahnriemen neu spannen. "Versehentlich" spannt ich ihn weniger als zuvor und freute mich über die nun vorhandene Leichtgängigkeit des Rotos. Prima, längere Flugzeit?
Aber erst mal vorsichtig die ordnungsgemässe Funktionsweise des Gyros prüfen. Aber wieso zuckt nun das Heck? Nach ein paar Versuchen entdeckte ich einige fehlende Zähne am Zahnriemen. Ok, so kann es nicht gehen. Habe gleich Ersatz bestellt.
Hat jemand eine Idee was passiert ist? War der Riemen schon länger beschädigt und es fiel wegen des stark gespannten Riemens nicht auf? Oder verursachte der zu lockere Riemen den Defekt?
Gibt es eine sichere Methode die richtige Spannung zu einzustellen?
Hallo!
Eins vorweg: ich hatte noch nie Zahnausfall am Heckriemen, somit keine Erfahrung, wie/warum das passiert.
Schätzung: Verschleiß des Originalriemens. Lösung: Neoprenriemen (freakware z.B.)
Es kann durchaus sein, dass durch eine sehr straffe Spannung der Zahnausfall sich bislang nicht merklich ausgewirkt hat. Der Reibschluss des Riemens kann da ausgereicht haben.
Die richtige Spannung? Tja, über Gefühle redet ein Mann ja sonst nicht , aber:
Der Rotor sollte schon absolut leichtgängig mit einem Finger zu drehen sein und bei leichtem (wieviel Newton???) seitlichen Druck auf den ZR sollte der Riemen sich ein bisschen (jaja....), aber nicht zuviel (nochmal jaja....) eindrücken lassen. Halt so, wie es in der Anleitung vom Rexi steht.
Hoffe, du kannst was damit anfangen.
Ach ja, Gyro unters Heck ist ja besonders im Nachbaruniversum gerade "in", entbehrt aber m.E. jeglicher Notwendigkeit. Ich hab meinen an der Seite - ohne Umbauarbeiten.
HiHO,
Man sagt ja immer den Riemen nicht zu doll spannen.
Allerdings,wurde ich eines besseren belert,nach rucken ,und doch nicht ganz sauberen Heck,(immer leichtes Zittern),habe ich mich mal erkundigt....
Bei den Alten Hasen,auf dem Flugplatz in Zwickau,spannen die den Riemen wie ein Bogen,also echt starmmm...
Nach kurzen Diskusionen habe ich das nun bei mir auch gemacht,(als Versuch) und siehe da das heck steht wirklich besser.
Ich Denke ja ,das zu Lose nicht gut ist für den Riemen...Abnutzung und und und...
Habe bis jetzt nur gute erfahrung,mit dem meiner meinung nach viel zu festen riemen,werde das aber erstmal so lassen,den er liegt wirklich besser in der luft,was das Heck betrifft...
vielen Dank für die Antworten, auch wenn sie sich widersprechen und ich immer noch unschlüssig bin.
Also wenn der Riemen zu locker ist, dann könnten die Zähne innerhalb des Rohres zusammenstoßen. Wäre eine Erklärung. Mit einem straff gespannten Riemen passiert das nicht, aber die mechanische Belastung ist sicherlich größer.
Spannt man den Riemen sehr stark, so frage ich mich, ob die Rotoren dadurch nicht sehr schwergängig sein werden. Der Stromverbrauch steigt dann an.
Freakware bietet zwei verschiedene Riemen an. Beim preisgünstigeren wird auf die hohe Qualität des Materials hingewiesen. Ist der billigere der bessere? Da sich die Kosten im Rahmen halten, habe ich beide bestellt und bin gespannt was ich bekommen werde.
Ich werden testen, ob man eine leichtgängige Mechanik und einen einigermassen straffen Riemen vereinbaren kann.
heute kamen die Ersatzriemen. Zum Vergleich hatte ich den originalen Riemen sowie einen Neopren bestellt. Der originale wirkt gegen den Neopren wie ein billiges Spielzeugteil und läßt keine hohe Lebensdauer vermuten. Ist meine subjektive Meinung, bin kein Materialexperte.
Bei der Demontage des Helis kam dann das ganze Ausmaß des Schadens zum Vorschein. Ich schätze beim alten (originalen) Riemen fehlen etwa 1/3 der Zähne. Mit dem Fingernagel lassen sich leicht noch weitere ablösen. Auf etwa 10cm Länge schauen die Fasern an der Kante heraus.
Mittlerweile bin ich mir sicher, dass es sich um einen langsamen Verschleiß handelt. Bei meinem Versuch mit einem sehr wenig gespannten Riemen lief der Moter nur sehr kurz. Ich bin nicht einmal geflogen. Wäre der Schaden erst hier entstanden, so hätten die Zähne beim hantieren aus dem Heli rieseln müssen, was nicht der Fall war.
In einem anderen Forum hatte ich noch eine weitere Idee zum Thema Zahnriemen gefunden. Man solle den Heckrotor anders herum laufen lassen, so der Vorschlag. Den Riemen am Getriebe anders herum einhängen und die Blätter des Heckrotors umdrehen. Dabei passiert folgendes. Ein nicht super fest gespannter Riemen wird unter Last eine gespannte und eine entspannte Seite haben. Innerhalb des Heckrohres dreht sich der Riemen um 90°, so dass nach Einbauvorschrift die entspannte Seite oben und die gespannte unten sitzt. Ist der Riemen zu locker, so hängt er durch und beide Hälften berühren sich. Ergebnis: Verschleiß und Energieverbrauch. Bei entgegengesetzter Laufrichtung passiert das nicht. Nun, ich habe es ausprobiert und es funktioniert. Dennoch rate ich von dieser Idee ab, denn es gibt noch einen weiteren Effekt. Der Heckrotor bekommt die Luftströmung des Hauptrotors zu spüren. Das Blatt, welches nach vorne zeigt durchquert diesen Luftstrom und "sieht" in der Originalbauweise eine erhöhte relative Luftgeschwindigkeit. Die Effizienz des Heckrotors steigt. Im vorgeschlagenen Fall bewegt sich der Heckrotor mit dem Luftstrom und die Effizienz geht zurück. Um dies auszugleichen muss man mit viel Pitch am Heckrotor kompensieren. Die Pitchbrücke steht dann kurz vor dem Anschlag. Piruetten rechts herum werden damit seeehr langsam und für den Gyro wird die Luft auch sehr eng.
Damit bleibe ich bei der normalen Drehrichtung und benutze nun den Neoprenriemen. Beim experimentieren mit der Riemenspannung bin ich nun wieder bei der im Handbuch angegebenen Spannung angelangt, wobei die Kraft dort nicht angegeben wird. Die sehr lockere Spannung bringt mit dem neuen Riemen keinen Vorteil, denn auch mit höherer Spannung bleibt die Mechanik leichtgängig. Vielleicht war es der schadhafte Riemen, der die Schwergängigkeit versursacht hat.
Hallo Stefan,
meine Erfahrung ist, dass der Riemen, sowie die Riemenräder eigentlich recht verschleissarm sind. Nur Feindberührungen des Heckrotors mag er überhaupt nicht. Selbst sehr kurze Berührungen des Heckrotors quittiert der Riemen spontan mit Zahnausfall. Aber solange so etwas nicht (mehr) passiert hält auch der Standardriemen so lange wie der Rest des Heli.
Feindberührung hatte ich bisher nur im hohen Gras. Naja, vielleicht so 30cm hoch. Der sichtbare Schaden konnte mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Den Riemen hatte ich damals nicht überprüft.
Eine Landung im Grass und der Riemen des T-Rex hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Karies. Dies führt dazu, dass hier der Verschleiss größer wird, bis man die Fasern erkennen kann und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis dieser Riemen reisst.
Da er dass allerdings nicht im Stand, sondern im Flug macht, kommt die ganze Maschine sich um die Hochachse drehhend steuerlos nach unten, schlägt ein und i.d.R. mit dem maximal denkbaren Schaden.
Bei freakware gibts so nen orangenen Riemen, mit dem ich beste Erfahrungen mache. Er scheint nicht so verschleissanfällg zu sein, nach jeder Landung im Grass sollte auch er jedoch penibel überprüft werden.
Ein Bekannter verwendet übrigens auf ner Wiese grundsätzlich nen alten Teppich als Lande- und Startplattform. Eine eigentlich ganz patente Art, eine ebene Start- und Landefläche zu haben.